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Power Hours: Virtuelle Fokus-Sessions erobern den Arbeitsalltag

26.01.2026 - 19:03:12

Virtuelle Konzentrationssitzungen nutzen das Body-Doubling-Prinzip, um die Produktivität zu steigern. Spezialisierte Plattformen organisieren diese Sessions für Remote-Worker und hybride Teams.

Virtuelle „Power Hours“ werden zum Trend gegen Prokrastination. Die Methode nutzt das Prinzip des Body Doubling, um die Konzentration zu steigern. Besonders für Remote-Worker bieten die gemeinsamen Online-Sessions eine dringend benötigte Struktur.

So funktioniert die stille Konzentration im Team

Die Idee ist einfach: Mehrere Personen verabreden sich per Video für eine Stunde, um jeder für sich an eigenen Aufgaben zu arbeiten. Gesprochen wird kaum. Doch die stille, virtuelle Anwesenheit anderer schafft Verantwortlichkeit. Das erschwert das Aufschieben unliebsamer Tätigkeiten.

Grundlage ist das psychologische Phänomen Body Doubling. Die bloße Präsenz einer anderen Person kann die Konzentrationsfähigkeit steigern. Experten sprechen von sozialer Erleichterung. Zusätzlich wirkt die Session als externer Verantwortlichkeitsanker. Eine Studie der Association for Talent Development (ATD) legt nahe: Die Erfolgswahrscheinlichkeit für ein Ziel steigt auf bis zu 95 Prozent, wenn man sich gegenüber jemandem verpflichtet.

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Diese Plattformen machen es möglich

Der Trend hat spezialisierte Dienste hervorgebracht. Anbieter wie Focusmate, Caveday oder Flown organisieren die strukturierten Fokus-Sessions.

  • Focusmate verbindet Nutzer per Zufall für 50-minütige Einheiten. Zu Beginn nennen beide ihr Tagesziel.
  • Die Plattformen richten sich an eine breite Nutzergruppe – von Studierenden über Entwickler bis zu Kreativen.
  • Die Anwendung geht über klassische Arbeit hinaus: Nutzer setzen die Sessions auch für Haushalt, Sport oder kreative Projekte ein.

Die Dienste bieten oft kostenlose Basisfunktionen und kostenpflichtige Abos für unbegrenzte Sessions.

Die Antwort auf hybride Arbeit?

In hybriden Arbeitsmodellen gewinnen virtuelle Fokus-Sessions weiter an Relevanz. Unternehmen entdecken sie als Tool für Produktivität und Teamzusammenhalt. Manager können so eine virtuelle Büroatmosphäre schaffen, die Mitarbeiter motiviert.

Analysten sehen für 2026 einen klarenTrend: Die Verknüpfung menschlicher Interaktion mit digitalen Tools soll Produktivitätsverluste und Isolation bekämpfen. Power Hours passen perfekt in dieses Bild. Sie schaffen menschliche Verbindung, ohne die Flexibilität des Homeoffice aufzugeben.

Ein fester Bestandteil der neuen Arbeitskultur

Experten gehen davon aus, dass Methoden wie die Power Hour vom Nischentrend zum Standard werden. Der Bedarf an Werkzeugen für Selbstdisziplin wächst mit der Flexibilisierung der Arbeit.

Zukünftig könnten KI-gestützte Tools die Sessions ergänzen. Sie würden etwa den idealen Fokus-Partner basierend auf Rhythmus und Zielen vorschlagen. Die einfache Kombination aus menschlicher Präsenz und digitaler Vernetzung macht die Power Hour zu einer nachhaltigen Waffe gegen die Aufschieberitis.

@ boerse-global.de