WDH, GeschÀften

WDH: In GeschÀften wird mehr gestohlen

02.07.2024 - 19:23:12

(PrÀzisierung (Kundinnen und Kunden) im 2. Satz, 1.

Absatz, neuer 3. Satz im 1. Absatz)

KÖLN (dpa-AFX) - Die EinzelhĂ€ndler in Deutschland haben ein zunehmendes Problem mit Ladendiebstahl. Kundinnen und Kunden haben im vergangenen Jahr laut einer Studie des Handelsforschungsinstitut EHI Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro gestohlen. Der Schaden, der dem Handel dadurch entstanden ist, liegt damit 15 Prozent höher als im Vorjahr. Hinzu kommen DiebstĂ€hle von Mitarbeitern und Lieferanten. Einen Anstieg gibt es demnach im Lebensmittel- und Bekleidungshandel sowie bei DrogeriemĂ€rkten.

DafĂŒr gibt es mehrere GrĂŒnde. "Durch die Preissteigerungen bei vielen Produkten sind einige Menschen in finanzielle Nöte geraten und haben hĂ€ufiger geklaut", sagte Studienautor Frank Horst. Ein weiteres Problem sei der FachkrĂ€ftemangel im Einzelhandel. "In vielen GeschĂ€ften ist heute weniger Personal im Einsatz. Dadurch haben Diebe leichteres Spiel. Personal verhindert durch PrĂ€senz indirekt DiebstĂ€hle", so Horst.

Zu den bei Dieben besonders beliebten Warengruppen in SupermĂ€rkten und Discountern zĂ€hlen Spirituosen, Tabakwaren, Kosmetikprodukte, Rasierklingen, Energydrinks sowie Babynahrung und Kaffee. Fleisch, Wurst und KĂ€se werden ebenfalls hĂ€ufiger genannt. Meist handelt es sich um GelegenheitstĂ€ter, bei mindestens einem Viertel sind professionelle TĂ€ter verantwortlich, die bandenmĂ€ĂŸig agieren.

Insgesamt sind die Inventurdifferenzen 2023 um 5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl umfasst sowohl die Verluste durch Diebstahl von Kunden, Mitarbeitern und Personal von Lieferanten und Servicefirmen sowie organisatorische MÀngel wie beispielsweise eine falsche Preisauszeichnung. Auch dem deutschen Staat entsteht dadurch ein Schaden, ihm entgehen Umsatzsteuereinnahmen in Höhe von rund 560 Millionen Euro.

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