ROUNDUP, Sparsame

Sparsame Kunden kosten Douglas Gewinn - Aktie verliert

19.01.2026 - 12:48:05 | dpa.de

Preisbewusste Kunden haben der ParfĂŒmeriekette Douglas DE000BEAU1Y4 zu Weihnachten im TagesgeschĂ€ft einen GewinnrĂŒckgang eingebrockt.

Im ersten GeschĂ€ftsquartal bis Ende Dezember erzielte das Unternehmen zwar etwas mehr Umsatz als ein Jahr zuvor, wie es am Montag in DĂŒsseldorf mitteilte. Der Gewinn im TagesgeschĂ€ft ging jedoch stĂ€rker zurĂŒck als von Analysten erwartet. An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an.

Die Douglas-Aktie verlor bis zur Mittagszeit rund zweieinhalb Prozent auf 11,66 Euro und gehörte damit zu den schwĂ€cheren Titeln im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Die Unsicherheit der Kunden sei nach wie vor groß und die SensibilitĂ€t mit Blick auf die Preise ausgeprĂ€gt, schrieb Branchenexperte Henrik Paganetty von der US-Bank Jefferies.

Das GeschĂ€ftsquartal von Oktober bis Dezember ist traditionell das wichtigste fĂŒr Douglas. In dieser Zeit kaufen viele Menschen Parfum und Kosmetikprodukte als Geschenke fĂŒr Weihnachten. Allerdings finden in der Vorweihnachtszeit auch allgemeine Rabattaktionen statt, vor allem der "Singles' Day" und die "Black Week". WĂ€hrend dieser Tage und Wochen hĂ€tten sich die UmsĂ€tze zwar relativ gut entwickelt, berichtete Douglas. Allerdings hĂ€tten die Aktionen auch zu vorgezogenen WeihnachtseinkĂ€ufen gefĂŒhrt.

Im abgelaufenen Quartal erzielte Douglas insgesamt einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro und damit 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon blieben jedoch nur 19,9 Prozent als operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) ĂŒbrig. Ein Jahr zuvor hatte diese Marge noch 21,5 Prozent betragen. Analysten hatten diesmal im Schnitt 20,8 Prozent erwartet.

Das Management erklÀrte die Entwicklung damit, dass Kundinnen und Kunden bei ihren EinkÀufen stark auf den Preis geschaut hÀtten. Am stÀrksten wuchs der Umsatz den Angaben zufolge im November. Im Dezember hÀtten sich die Erlöse hingegen vor allem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden schwÀcher entwickelt als erwartet.

Getrieben wurde das Wachstum vom Online-GeschÀft. Dort legte der Erlös um 4,2 Prozent zu. Die Filialen steigerten ihren Erlös nur um 0,4 Prozent, obwohl Douglas sein Filialnetz um 13 Standorte erweiterte.

FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr bis Ende September rechnet Douglas-Chef Sander van der Laan weiterhin mit einem Umsatz von 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll rund 16,5 Prozent betragen. Seine endgĂŒltigen Zahlen zum ersten GeschĂ€ftsquartal will das Unternehmen am 11. Februar veröffentlichen.

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