Psychische, Belastung

Psychische Belastung zwingt Unternehmen zum Umdenken

11.02.2026 - 05:42:12

Psychische Erkrankungen verursachen hohe Fehlzeiten und Kosten. Unternehmen und Staat setzen nun auf frühzeitige Prävention, flexible Arbeitsmodelle und Führungskräfte als Gesundheitsmultiplikatoren.

Psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Fehltage und immense Kosten. Die Antwort von Unternehmen und Staat lautet jetzt: Prävention vor Rente. Statt auf späte Rehabilitation zu setzen, soll die Arbeitsfähigkeit langfristig gesichert werden.

Fehlzeiten erreichen alarmierende Höhe

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Psychische Erkrankungen gehören zu den Top-3-Gründen für Arbeitsausfälle. Der DAK-Psychreport 2025 zeigt, dass sie für einen erheblichen Teil aller Fehltage verantwortlich sind. Besonders Depressionen führen zu langen Ausfällen.

Eine aktuelle Beschäftigtenstudie („Workplace Insights 2025“) macht die Ursachen deutlich:
* Das Burnout-Risiko ist bei den 31- bis 40-Jährigen mit 18 Prozent am höchsten.
* Hauptgründe sind Zeitdruck, emotionale Anforderungen und ständige Unterbrechungen.
* Die volkswirtschaftlichen Kosten beliefen sich 2023 auf 20,5 Milliarden Euro.

Trotz gesetzlicher Pflicht findet eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung laut DEKRA-Report nur bei weniger als einem Drittel der Beschäftigten statt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement wird strategisch

Als Reaktion wandelt sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) vom Wellness-Angebot zum strategischen Erfolgsfaktor. Die Trends für 2026 zeigen einen klaren Weg: hin zu digitalen, personalisierten und ganzheitlichen Ansätzen.

Statt Gießkannenprinzip setzen Unternehmen zunehmend auf maßgeschneiderte Programme für verschiedene Alters- und Mitarbeitergruppen. Eine Schlüsselrolle kommt den Führungskräften zu. Sie sollen als „Gesundheitsmultiplikatoren“ eine Kultur der Achtsamkeit und offenen Kommunikation vorleben – Stichwort Mindful Leadership.

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Staat setzt auf „Prävention vor Reha vor Rente“

Die Politik treibt den Wandel mit dem gesetzlichen Grundsatz „Prävention vor Reha vor Rente“ voran. Das Ziel: frühzeitig eingreifen, bevor gesundheitliche Probleme chronisch werden.

Ein konkretes Beispiel ist das kostenfreie Programm „RV Fit“ der Deutschen Rentenversicherung. Es richtet sich an Berufstätige mit ersten gesundheitlichen Warnsignalen und kombiniert Module zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. Die Idee ist einfach: Einem späteren Reha-Bedarf von vornherein vorbeugen.

Demografie und Fachkräftemangel als Treiber

Warum dieser Fokus auf Prävention? Zwei gesellschaftliche Megatrends sind der Grund: der demografische Wandel und der akute Fachkräftemangel.

Eine älter werdende Belegschaft und eine steigende Lebensarbeitszeit machen es unerlässlich, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten. Gleichzeitig wird ein gesundes Arbeitsumfeld im Kampf um Talente zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die hier investieren, punkten als attraktive Arbeitgeber und binden ihre Mitarbeiter stärker.

Flexibilität und Technologie als Zukunftslösungen

Wie sieht die Zukunft des gesunden Arbeitens aus? Experten sehen sie in einer Kombination aus flexiblen Modellen, lebenslangem Lernen und einer altersgerechten Gestaltung der Arbeit.

Unternehmen wie Siemens erproben bereits Modelle des phasenweisen Ruhestands. Und Technologien wie Künstliche Intelligenz könnten helfen, repetitive und belastende Tätigkeiten zu reduzieren. Bisher sehen allerdings nur wenige Beschäftigte in KI eine spürbare Entlastung.

Eines ist klar: Ein proaktives Gesundheitsmanagement wird für Unternehmen nicht länger eine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit für den langfristigen Erfolg.

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