Quishing, Cyber-Bedrohung

Quishing: Die neue Cyber-Bedrohung 2026

05.02.2026 - 20:15:11

Sicherheitsexperten warnen vor der wachsenden Cyber-Bedrohung durch gefälschte QR-Codes. Die Angriffe zielen auf private Daten und Firmenzugänge und umgehen herkömmliche Sicherheitsfilter.

QR-Codes werden zur perfiden Phishing-Falle – Sicherheitsexperten warnen vor der neuen Angriffswelle „Quishing“. In einer zunehmend digitalisierten Welt nutzen Kriminelle manipulierte QR-Codes, um arglose Nutzer auf betrügerische Webseiten zu locken. Diese Methode, eine Kombination aus QR-Code und Phishing, entwickelt sich laut aktuellen Warnungen von Verbraucherschützern und Behörden zu einer der größten Cyber-Gefahren des Jahres.

Wie der unsichtbare Betrug funktioniert

Im Kern ist Quishing eine Form des Social Engineering, die das blinde Vertrauen in die allgegenwärtigen schwarz-weißen Quadrate ausnutzt. Das Tückische: Im Gegensatz zu verdächtigen Links in E-Mails ist das Ziel eines QR-Codes für das menschliche Auge nicht erkennbar. Cyberkriminelle nutzen dies aus, indem sie Codes in E-Mails einbetten oder sie als Aufkleber über legitime Codes an öffentlichen Orten kleben – an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder in Restaurants.

Ein entscheidender Vorteil für Angreifer: Viele automatisierte E-Mail-Sicherheitssysteme erkennen einen QR-Code nur als Bild. So gelangen Phishing-Versuche ungehindert in Posteingänge. Scannt das Opfer den Code, landet es auf einer täuschend echten Fake-Webseite, die zur Eingabe von Anmeldedaten oder Bankinformationen auffordert.

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Aktuelle Warnungen: Pakete und angebliche Behörden

Die Kreativität der Betrüger kennt kaum Grenzen. Erst Ende Januar 2026 warnten Polizeibehörden vor einer Masche mit gefälschten Paketbenachrichtigungen. Flyer, die wie von bekannten Zustellern aussahen, forderten Empfänger auf, einen QR-Code für Informationen zu einer „verpassten Sendung“ zu scannen.

Parallel kursieren E-Mails, die vorgeben, von großen Unternehmen wie Amazon oder Behörden zu stammen. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor Phishing-Versuchen, die unter dem Vorwand einer Rückerstattung oder Kontosperrung zur Preisgabe von Zahlungsdaten verleiten. Oft bauen die Betrüger gezielt psychologischen Druck mit kurzen Fristen auf.

Warum die Methode so erfolgreich ist

Der Erfolg von Quishing beruht auf einer perfiden Mischung aus technischer Raffinesse und menschlicher Psychologie. Die breite Akzeptanz von QR-Codes hat zu einer gewissen Sorglosigkeit geführt. Kriminelle ködern mit Emotionen: Angst („Ihr Konto wurde gehackt!“), Dringlichkeit oder verlockende Gewinnversprechen.

Die plattformübergreifende Methode erschwert die Abwehr. Eine E-Mail wird am PC geöffnet, der schädliche Code aber mit dem privaten Smartphone gescannt. Die Sicherheitssoftware des Computers kann den Inhalt nicht prüfen, die des Handys erkennt die gefälschte Zielseite oft zu spät.

So schützen Sie sich effektiv

Sicherheitsexperten sind sich einig: Die Quishing-Gefahr wird weiter steigen. Der Schutz beginnt mit einer gesunden Skepsis. Prüfen Sie jeden unerwartet erhaltenen QR-Code – ob per E-Mail, SMS oder im öffentlichen Raum.

Nutzen Sie die Vorschau-Funktion: Viele Smartphone-Kameras oder Scanner-Apps zeigen den Link an, bevor die Seite öffnet. Überprüfen Sie diese URL sorgfältig auf Auffälligkeiten. Die goldene Regel lautet: Bei geringsten Zweifeln die Webseite des vermeintlichen Absenders manuell im Browser aufrufen, statt dem Code blind zu vertrauen. Für Unternehmen wird zunehmend wichtig, Mitarbeiter für diese neue Gefahr zu sensibilisieren, um Firmenzugänge zu schützen.

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