kunst, Valie Export

Radikal, nackt, laut: Warum Valie Export gerade jetzt wieder überall gefeiert wird

14.03.2026 - 03:15:05 | ad-hoc-news.de

Feministische Performance-Legende, Kunst-Skandale und starke Marktpreise: Warum du Valie Export kennen musst, wenn du Kunst sammelst, TikTok liebst – oder einfach keinen Bock mehr auf brave Bilder hast.

kunst, Valie Export, ausstellung - Foto: THN
kunst, Valie Export, ausstellung - Foto: THN

Alle reden über radikale Frauenbilder, Body-Positivity und das Aufbrechen von Rollenklischees – aber kaum jemand weiß, dass eine Künstlerin das schon vor Jahrzehnten gnadenlos durchgespielt hat: Valie Export.

Ihre Aktionen waren so krass, dass damals ganze Städte schockiert waren – und genau das macht sie heute wieder zum Kunst-Hype für eine Generation, die keine Lust mehr auf angepasste Kunst hat.

Wenn du wissen willst, woher der aktuelle Feminismus-Drive in der Kunst kommt, wie man mit Performance-Kunst Rekordpreise erzielen kann und warum Valie Export in jedem Must-See-Artfeed auftaucht – bleib dran.

Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.

Die Bilder von Valie Export sind nichts für zarte Nerven: nackte Haut, Zigaretten, Blut, Überwachungskameras, schrille Schriftzüge, feministischer Zorn – und immer sie selbst im Zentrum.

Das ist genau der Stoff, aus dem heute virale Slideshows, Duett-Videos und Reaction-Clips entstehen. Ihre ikonischen Performances wirken wie perfekte, rohe Vorlagen für das, was auf TikTok und Instagram als "edgy" gefeiert wird.

Kein glattgebügelter Museumskitsch, sondern Bilder, die sich wie Screenshots eines sehr lauten, sehr ehrlichen Lebens anfühlen. Und ja: Sie sind brutal instagrammable – auch wenn sie eigentlich alles kritisieren, was nur hübsch aussehen will.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Auf Social Media ist der Tenor klar: Ein Teil der Community feiert sie als OG-Feministin, als Vorläuferin von Performance-Queens wie Marina Abramovi?.

Andere meinen: "Das könnte doch jede machen" – typisch Kommentarspalte, wenn Kunst weh tun soll und nicht nur das Wohnzimmer dekoriert.

Genau in diesem Spannungsfeld entsteht der Hype: Ist das genial oder einfach nur provokativ um der Provokation willen? Diese Frage triggert Klicks – und macht die Arbeiten zu Dauerbrennern in Feeds und Feuilletons.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Wenn du bei Valie Export mitreden willst, brauchst du ein paar Keypieces im Kopf. Hier kommen drei absolute Must-Know-Werke, die in jedem Deep-Dive auftauchen und regelmäßig als Bilder, Stills oder Reenactments durchs Netz schießen.

  • "Tapp- und Tast-Kino" – der Body als Live-Leinwand
    In dieser legendären Aktion trägt Valie Export eine Art kleines "Kino" vor dem nackten Oberkörper, in dem Passantinnen und Passanten ihre Brüste durch einen Vorhang hindurch ertasten sollen – bewusst, sichtbar, freiwillig, im öffentlichen Raum.
    Was heute wie eine Mischung aus Social-Experiment und radikalem Consent-Statement wirkt, war damals ein massiver Skandal. Die Aktion gilt als Meilenstein des feministischen Aktionismus und taucht immer wieder in Kunstmemes, Uni-Folien und TikTok-Erklärvideos auf.
  • "Aktionshose: Genitalpanik" – das Foto, das überall zitiert wird
    Lederhose mit ausgeschnittenem Schritt, Waffe in der Hand, aggressiver Blick – auf diesem ikonischen Foto steht Valie Export zwischen den Kinositzen und weigert sich, als passives Objekt betrachtet zu werden.
    Das Bild wurde unzählige Male nachgestellt, geremixed, in Street-Art übersetzt, auf T-Shirts gedruckt. Es ist eines dieser Motive, die du vielleicht schon gesehen hast, ohne zu wissen, dass es von ihr ist. In der Kunstgeschichte markiert es einen brutalen Bruch mit dem Klischee vom "stillen Aktmodell".
  • Videokunst & Überwachungsbilder – früh am Start, bevor es Mainstream war
    Lange bevor "Überwachung" ein Meme war und CCTV-Ästhetik in Musikvideos trendete, arbeitete Valie Export mit Video, Kameras und Body-Tracking. In ihren frühen Filmen und Installationen spielt sie mit der Frage: Wer schaut wen an – und wer kontrolliert dieses Bild?
    Diese Arbeiten wirken heute wie Vintage-Vorläufer der Selfie- und Surveillance-Kultur. Für Tech- und Medien-Nerds sind das echte Must-See-Pieces, weil sie so krass vorausahnen, wofür heute ganze Medienwissenschaften eigene Studiengänge haben.

Dazu kommen Filmprojekte, Fotografien, Installationen und eine Menge textbasierter Arbeiten. Immer wieder tauchen Motive auf, die du sofort mit ihr verbindest: Zigaretten als Statement, Schnitte, Narben, der eigene Körper als Kampffeld.

Ihr Style ist klar: provokant, teilweise brutal direkt, politisch aufgeladen, oft schwarz-weiß, gern mit rohen, dokumentarischen Vibes. Kein Filter, keine Weichzeichner – eher der Look eines sehr ehrlichen 70er-Jahre-Reportagefotos, das sich in dein Gedächtnis brennt.

Und genau das macht ihre Kunst so stark im Feed: Ein Bild von ihr zwischen all den weichgespülten Aesthetic-Reels wirkt wie ein Schlag ins Gesicht.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Okay, kommen wir zur Frage, die alle angehenden Sammler:innen interessiert: Ist Valie Export ein Investment-Case oder nur etwas für Theoriefans?

Auf dem Markt wird sie längst nicht mehr als Geheimtipp gehandelt. Auktionshäuser wie Sotheby's und Christie's führen ihre Arbeiten im Bereich der etablierten Nachkriegs- und Gegenwartskunst, und Plattformen wie Artnet listen stabile Ergebnisse im oberen fünf- bis sechsstelligen Bereich.

Wichtig: Öffentliche Daten zu konkreten Rekordpreisen sind begrenzt. Es gibt Hinweise auf hohe Zuschläge für Fotografien und Editionen ihrer berühmten Performances, sowie für großformatige Arbeiten und wichtige frühe Fotostrecken – aber exakte Summen werden nicht immer transparent kommuniziert.

Stand jetzt lässt sich sagen: Ihre Top-Werke liegen in einem Preisrahmen, der sie klar im Feld der Blue-Chip-Künstlerinnen mit museumsrelevantem Status positioniert – gerade wenn es um ikonische Motive wie "Genitalpanik" oder Schlüsselfotografien aus den 60ern und 70ern geht.

Für junge Sammler:innen bedeutet das: Originale Schlüsselwerke sind eher etwas für institutionelle Sammlungen, Stiftungen oder sehr kapitalstarke Privatsammler:innen.

Spannend können aber sein:

  • Editionen von Fotografien und Videoarbeiten mit klarer Provenienz
  • Arbeiten auf Papier, die in enger Verbindung zu bekannten Performances stehen
  • Historische Dokumentationsfotos mit Museumsausstellung im CV

Je stärker ein Werk mit einem ihrer bekannten Aktionen verknüpft ist, desto eher werden auch in Zukunft Millionen-Hammer-Momente möglich sein – gerade wenn der globale Fokus auf feministischer Kunst und "Women in Art History" weiter zunimmt.

Und dieser Fokus nimmt zu: große Museen widmen Künstlerinnen wie Valie Export vermehrt Solo- oder Überblicksausstellungen, internationale Galerien (unter anderem Galerie Thaddaeus Ropac) positionieren sie selbstbewusst im Programm der ganz Großen.

Heißt für dich: Wer heute in diesen Bereich einsteigt, kauft nicht nur ein Bild, sondern ein Stück Kanon-Geschichte.

Wer steckt hinter dem Namen? Kurz-Bio zum Prahlen

Valie Export ist nicht nur ein Künstlerinnenname, sondern ein bewusst gewähltes, scharfes Branding. Sie hat sich in den 1960ern von ihrem bürgerlichen Namen gelöst und sich nach einer Zigarettenmarke benannt – ein massiver Akt der Selbst-Neuerfindung in einer Männerwelt.

Ihre Karriere ist eng mit der Szene des sogenannten Wiener Aktionismus verbunden, steht aber immer mit einem klar feministischen Twist daneben: Während viele Kollegen mit Blut, Körperflüssigkeiten und Schockeffekten arbeiteten, zielte sie knallhart auf Patriarchat, Medienbilder und weibliche Identität.

Zu ihren größten Karriere-Moments gehören:

  • frühe radikale Performances im öffentlichen Raum, die teils skandalös diskutiert wurden
  • eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Videokunst im deutschsprachigen Raum
  • internationale Ausstellungen in wichtigen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst
  • Teilnahme an großen Biennalen und Gruppenausstellungen, die feministische Kunstgeschichte umschreiben
  • eine starke Präsenz in Kunstbüchern, Uni-Seminaren und kuratorischen Neubewertungen der 1960er/70er

Heute gilt sie als Schlüsselfigur der feministischen Performance-Kunst – also genau die Art von Name, der in jedem "Who is Who" der Gegenwartskunst auftaucht.

Für dein Art-Smalltalk-Arsenal heißt das: Wenn du Valie Export erwähnst, signalisiert das sofort, dass du nicht nur NFT-Wellen mitreiten willst, sondern verstanden hast, wie tief politische Performance im Kunstsystem verankert ist.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Du willst nicht nur scrollen, sondern wirklich vor ihren Arbeiten stehen? Gute Nachricht: Ihre Werke hängen längst nicht mehr nur im Archiv.

Internationale Museen für moderne und zeitgenössische Kunst zeigen sie regelmäßig in Sammlungspräsentationen – vor allem dort, wo feministische und medientheoretische Schwerpunkte gesetzt werden.

Aktuell gilt: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die explizit als große, neue Solo-Show mit klar kommunizierten Terminen beworben werden.

Ihre Arbeiten tauchen allerdings immer wieder in Gruppenausstellungen und Sammlungspräsentationen auf, insbesondere in Häusern, die sich mit Körper, Performance, Feminismus oder Medienkunst beschäftigen.

Wenn du konkret checken willst, ob etwas in deiner Nähe läuft, lohnt sich ein Blick auf diese Links:

Pro-Tipp: Viele Museen haben ihre Bestände mittlerweile online. Such einfach nach "Valie Export" im digitalen Sammlungstool deines Lieblingsmuseums – die Chance ist hoch, dass du zumindest ein oder zwei Werke entdecken kannst, die immer wieder im Wechsel hängen.

Und wenn nichts in deiner Nähe läuft, lohnt sich ein Deep-Dive in Online-Archivmaterial: Performance-Fotos, Videostills, frühe Kataloge – all das ist mittlerweile super zugänglich und perfekt, um sich von zu Hause aus in die Materie reinzufuchsen.

Warum ist sie gerade jetzt wieder so wichtig?

Wir leben in einer Zeit, in der der eigene Körper, Gender-Identität und Medienbilder dauernd neu verhandelt werden – von OnlyFans bis Body-Positivity, von Filter-Face bis zu Überwachung im öffentlichen Raum.

Genau diese Themen hat Valie Export schon vor Jahrzehnten frontal angegriffen: Wie wird der weibliche Körper gezeigt? Wer kontrolliert das Bild? Wo liegt der Unterschied zwischen Selbstbestimmung und Voyeurismus?

Ihre Arbeiten wirken heute wie eine Mischung aus Vorhersage und Warnung an die Social-Media-Generation. Wenn sie sich in Aktionen selbst zum Objekt macht, dann nicht, um Klicks zu sammeln, sondern um die Spielregeln von Blick und Macht offenzulegen.

Das macht sie extrem anschlussfähig für aktuelle Diskurse:

  • Feminismus 4.0: von Slutwalk über #MeToo bis zu Diskussionen um sexualisierte Gewalt – viele Argumente findest du in ihren Arbeiten bereits angedeutet.
  • Selfie- und Surveillance-Kultur: Körper im öffentlichen Raum, Kameras, Überwachung – sie hat diese Ästhetiken künstlerisch durchexerziert, als es noch keine Social-Media-Apps gab.
  • Identität & Branding: ihren eigenen Namen zu ändern und sich als Kunstfigur zu branden, war weit vor der Zeit von Creator-Identitäten und Online-Personas.

Deshalb taucht ihr Name so oft auf, wenn Museen oder Institutionen weibliche Positionen "nachschreiben" und alte Kanons aufbrechen wollen. Und deshalb wird sie auch für neue Generationen immer wieder Must-See, selbst wenn die ikonischen Fotos schon über Jahrzehnte alt sind.

Für wen lohnt sich Valie Export als Investment?

Wenn du Kunst nur als Spekulationsobjekt siehst, wirst du mit Valie Export trotzdem nicht glücklich – dafür ist ihre Arbeit zu klar politisch aufgeladen, zu körperlich, zu unbequem.

Wenn du aber langfristig denkst, auf kulturelles Gewicht setzt und Werke suchst, die in 20 Jahren noch im Kanon stehen werden, dann ist sie eine extrem spannende Figur.

Ihr Profil spricht klar für stabile Relevanz:

  • starke Verankerung in Kunstgeschichte, vor allem im Kontext Performance, Video und Feminismus
  • breite museale Präsenz, international
  • kontinuierliche Neubewertung durch Nachwuchskurator:innen und Universitäten
  • wachsendes Marktinteresse an Künstlerinnen der Nachkriegsmoderne

Dass genaue Rekordpreise nicht überall offen liegen, ist in diesem Segment normal – gerade bei Künstlerinnen, deren zentrale Werke oft direkt in Institutionen wandern und gar nicht erst massenhaft über Auktionen gehandelt werden.

Die spannendste Perspektive: Wer sich heute intensiv mit ihrer Arbeit beschäftigt, kann nicht nur clever sammeln, sondern auch inhaltlich punkten – ob im Seminarraum, im Podcast oder in der Insta-Caption zum eigenen Museumsfoto.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du auf Kunst stehst, die nur schön sein will, ist Valie Export nichts für dich.

Wenn du aber Bilder und Aktionen suchst, die sich festbrennen, Diskussionen auslösen und ihrem Publikum maximal viel zumuten, dann gehört sie auf deine persönliche Must-See-Liste.

Sie ist keine kurzfristige Trendfigur, sondern eine der ganz wenigen Künstlerinnen, deren Werk gleich mehrere aktuelle Diskurse vorwegnimmt – von Feminismus bis Medienkritik. Dass der Markt sie zunehmend im Blue-Chip-Segment verortet, ist nur die logische Folge.

Für dein nächstes Museumsselfie ist sie die perfekte Referenz: kein netter Hintergrund, sondern ein Statement.

Also: Such dir ein Werk, lies die Story dazu, dann geh auf TikTok, YouTube und Insta, um zu sehen, wie andere darauf reagieren. Und entscheide selbst, ob der Kunst-Hype für dich zum neuen persönlichen Klassiker wird.

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