Renault, Aktie

Renault Aktie: Starker Start ins Jahr

24.04.2026 - 02:00:26 | boerse-global.de

Renault startet mit einem Umsatzplus von 7,3 Prozent ins Jahr 2026. Das Elektroauto-GeschĂ€ft wĂ€chst ĂŒberproportional, wĂ€hrend Dacia durch externe Faktoren zurĂŒckfĂ€llt.

Renault Aktie: Starker Start ins Jahr - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Renault Aktie: Starker Start ins Jahr - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der französische Autobauer hat seinen Q1-Umsatz auf 12,5 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von 7,3 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte daraufhin um 1,56 Prozent zu. JPMorgan bestĂ€tigte das Rating „Overweight" mit einem Kursziel von 45 Euro und lobte, Renault sei gut ins Jahr 2026 gestartet und habe im KerngeschĂ€ft die Markterwartungen ĂŒbertroffen.

Das Wachstum kommt aus mehreren Richtungen gleichzeitig. Das Automobilsegment legte um 6,5 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro zu, der Finanzdienstleister Mobilize Financial Services sogar um 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Besonders auffĂ€llig: Die Elektrofahrzeug-Sparte wĂ€chst deutlich schneller als das GesamtgeschĂ€ft – der BEV-Anteil am Konzernabsatz kletterte auf 17 Prozent, vier Prozentpunkte ĂŒber dem Vorjahresniveau. Die Renault-Marke allein verkaufte im ersten Quartal 43 Prozent mehr Elektroautos als in Q1 2025.

Dacia als Bremsklotz – aber nur vorĂŒbergehend

Ein Wermutstropfen trĂŒbte das Quartal: Dacia verbuchte einen AbsatzrĂŒckgang von 16,3 Prozent auf rund 145.000 Einheiten. Schwere Unwetter sperrten die Straße von Gibraltar zeitweise und ĂŒberfluteten das Werk in Tanger – das kostete mehrere tausend Fahrzeuge. Im MĂ€rz zeichnete sich bereits eine Erholung ab, mit einem Absatzplus von 1,9 Prozent in Europa. Das Auftragsbuch zeigt inzwischen zwei Monate VorwĂ€rtssichtbarkeit, gestĂŒtzt durch ein zweistelliges Wachstum beim Ordereingang seit Jahresbeginn.

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Gegengewicht auf der anderen Seite: Alpine verbuchte ein Absatzplus von 54,7 Prozent, angetrieben vom A290. Das neue Modell A390 rollt nun in den meisten europĂ€ischen MĂ€rkten an und soll die Wachstumskurve weiter stĂŒtzen.

Jahresprognose steht

Trotz des herausfordernden Umfelds hĂ€lt Renault an seiner Guidance fĂŒr 2026 fest: eine operative Marge von rund 5,5 Prozent des Konzernumsatzes sowie ein freier Cashflow im Automobilbereich von etwa 1 Milliarde Euro. Das zweite Halbjahr soll traditionell stĂ€rker ausfallen als das erste.

Die Risiken sind klar benannt: Rohstoffkosten dĂŒrften 2026 deutlich stĂ€rker belasten als noch 2025 – laut Konzern-CFO Duncan Minto in etwa doppelt so stark wie der positive Effekt im Vorjahr. Dazu kommen WĂ€hrungsgegenwind, vor allem durch die tĂŒrkische Lira, sowie mögliche Lieferkettenstörungen infolge der Lage im Nahen Osten. Konkrete Auswirkungen sind bislang nicht sichtbar, der Konzern hat aber bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet – von alternativen Logistikrouten bis zur Optimierung des Energieverbrauchs in den Werken.

Die Werksauslastung liegt konzernweit ĂŒber 90 Prozent. Der Lagerbestand von 554.000 Fahrzeugen zum Ende MĂ€rz gilt als ausreichend, um das traditionell stĂ€rkere zweite Quartal störungsfrei zu bedienen.

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