Investitionen und höhere Konkurrenz: Renault sieht 2026 niedrigere Gewinnmarge
19.02.2026 - 08:36:29 | dpa.deAls GrĂŒnde hierfĂŒr nannte der französische Autobauer die internationale Expansion unter anderem nach SĂŒdamerika und in Asien, den Anlauf neuer Elektrofahrzeug-Modelle, sowie zunehmende Konkurrenz in Europa. Die operative Marge dĂŒrfte daher 2026 auf 5,5 Prozent sinken, nach 6,3 Prozent im vergangenen Jahr, wie Renault am Donnerstag mitteilte.
Konzernchef Francois Provost hatte mehrere strategische Entscheidungen seines VorgÀngers Luca de Meo revidiert. So wurde die Elektro- und Softwareeinheit Ampere wieder in den Konzern integriert, einzelne MobilitÀtsgeschÀfte eingestellt und beim Sportwagenlabel Alpine die Kosten gesenkt. Dadurch soll Renault angesichts wachsender Konkurrenz durch chinesische Hersteller in Europa schlanker und wettbewerbsfÀhiger werden.
Dabei setzen die Franzosen zugleich auf eine zunehmende Elektrifizierung ihrer Flotte. Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller weltweit gut 2,3 Millionen Fahrzeuge, das war ein Plus von 3,2 Prozent in einem Markt, der den Angaben zufolge lediglich um 1,6 Prozent wuchs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro.
Unter dem Strich verzeichneten die Franzosen jedoch einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfĂŒr waren die milliardenschweren nicht zahlungswirksamen Belastungen im Zusammenhang mit der bereits im vergangenen Sommer geĂ€nderten bilanziellen Behandlung des Nissan JP3672400003-Anteils. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen und bestimmte Produktionsanlagen.
Den AktionÀren will Renault dennoch eine stabile Dividende von 2,20 Euro je Anteilsschein zahlen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

