Resmed-Studie: Stress ist weltweit Schlafkiller Nummer eins
19.03.2026 - 00:00:21 | boerse-global.deStress und Angst rauben weltweit Millionen Menschen den Schlaf. Das belegt die aktuelle âResmed Global Sleep Survey 2026â. Obwohl die Mehrheit Schlaf als wichtigste Gesundheitsgrundlage erkennt, schafft es ĂŒber die HĂ€lfte nicht, sich regelmĂ€Ăig zu erholen.
Die groĂe Schlaf-LĂŒcke
Die Studie offenbart ein klares Paradox: 59 Prozent der weltweit Befragten halten guten Schlaf fĂŒr die wichtigste SĂ€ule eines langen Lebens â noch vor gesunder ErnĂ€hrung und Bewegung. In der RealitĂ€t bekommen jedoch 53 Prozent an höchstens vier NĂ€chten pro Woche qualitativ hochwertigen Schlaf.
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In Deutschland zeigt sich die MĂŒdigkeit am Morgen: 47 Prozent drĂŒcken mindestens einmal pro Woche die Snoze-Taste, 19 Prozent tun das tĂ€glich. âSchlaf ist eine unserer wichtigsten Ressourcenâ, sagt Schlafforscherin Dr. Leonie Maurer von Resmed. Bleibe die Erholung aus, sinke die Belastbarkeit rapide.
Warum wir wach liegen
Die GrĂŒnde sind eindeutig. Global nennen 39 Prozent Stress und Angst als Hauptursache fĂŒr schlechten Schlaf. In Deutschland sind es 33 Prozent, gefolgt von bestehenden Schlafstörungen (26 %) und beruflichen Anforderungen (19 %).
Ein weiterer Störfaktor ist die digitale Reizflut: 21 Prozent geben an, dass Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen ihre Nachtruhe massiv beeintrĂ€chtigt. Chronischer Stress bringt den Hormonhaushalt durcheinander. Wenn der Cortisolspiegel nachts nicht absinkt, fĂŒhrt das oft zu nĂ€chtlichem Erwachen â besonders zwischen zwei und vier Uhr morgens.
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Wearables boomen, aber Hilfe fehlt
Die Nutzung von Schlaf-Trackern hat sich mehr als verdreifacht. 2026 nutzten bereits 53 Prozent solche GerĂ€te, vor allem Smartwatches. Das Potenzial ist groĂ: 62 Prozent der Nutzer wĂŒrden bei einer Warnung ihres Wearables Ă€rztlichen Rat suchen.
Doch es klafft eine LĂŒcke zwischen Bereitschaft und Handeln. Zwar wĂ€ren 66 Prozent bereit, bei anhaltenden Problemen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen â aber nur 23 Prozent tun es tatsĂ€chlich. âDas reine Bewusstsein reicht nichtâ, betont Dr. Carlos Nunez, Chief Medical Officer bei Resmed. Der Schritt vom Wissen zum Handeln mĂŒsse erleichtert werden.
Teurer Schlafmangel fĂŒr Gesundheit und Wirtschaft
Die Folgen sind gravierend. In Deutschland leiden 38 Prozent nach schlechtem Schlaf unter TagesmĂŒdigkeit und Reizbarkeit. Fast ein Drittel fĂŒhlt sich gestresster, was einen Teufelskreis in Gang setzt.
Chronischer Schlafmangel erhöht das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Adipositas. Viele Störungen bleiben unentdeckt: SchĂ€tzungen zufolge erhalten 80 Prozent der Menschen mit Schlafapnoe nie eine Diagnose.
Die wirtschaftlichen Kosten sind immens. Eine Studie zur Schweiz zeigt: Die fĂŒnf hĂ€ufigsten Schlafstörungen verursachen dort jĂ€hrliche Kosten von 15 Milliarden Franken â die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa.
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