Rheinmetall, Aktie

Rheinmetall Aktie: 1.085 Euro nach 8,35-Prozent-Sprung

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 20:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rheinmetall überwindet die 1.000-Euro-Schwelle und zeigt technische Erholung. Quartalszahlen am 6. August im Fokus.

Rheinmetall Aktie: Rückkehr über 1.000 Euro Marke
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Rheinmetall hat die Marke von 1.000 Euro zurückerobert. Der Kurs steigt am Dienstag um 2,40 Prozent auf 1.085,20 Euro. Nach Monaten mit Verlusten wittern Anleger nun eine Stabilisierung.

Technische Erholung nimmt Fahrt auf

Erst am 25. Juni markierte die Aktie bei 902,50 Euro ihr 52-Wochen-Tief. Seitdem hat sich das Bild gedreht. Binnen sieben Handelstagen legte der Kurs um 8,35 Prozent zu.

Der Relative-Stärke-Index steht bei 55,7. Das signalisiert eine neutrale bis leicht positive Dynamik, kein Übertreibungssignal in die eine oder andere Richtung. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 1.485,23 Euro fehlen aber weiterhin rund 27 Prozent.

Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt damit intakt. Die jüngste Erholung ändert daran wenig, auch wenn sie ein wichtiges Signal setzt. Seit Jahresbeginn steht für die Aktie noch immer ein Minus von 30,10 Prozent zu Buche.

Quartalszahlen am 6. August im Blick

Am 6. August legt Rheinmetall den vollständigen Bericht für das zweite Quartal vor. Der Konzern hat seine Prognose bereits bestätigt: Der Umsatz soll um mehr als 60 Prozent wachsen. Das gilt trotz der Stornierung des F126-Fregattenprogramms Anfang Juli.

Der Wegfall des Fregattenprojekts könnte den Jahresumsatz 2026 mit bis zu 300 Millionen Euro belasten. Die Auftragsdynamik bei Munition und Landsystemen soll diese Lücke aber operativ auffangen. Das Nominierungsvolumen für das zweite Quartal beziffert der Konzern auf einen niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag.

Lieferketten-Risiken durch China

Analysten warnen parallel zur Kurserholung vor neuen Risiken in der Lieferkette. China hat die Exportkontrollen für sogenannte Dual-Use-Komponenten verschärft. Diese Bauteile braucht Rheinmetall sowohl für zivile als auch für militärische Produkte.

Bremsen die Kontrollen die Munitionsproduktion oder die Fertigung elektronischer Steuerungssysteme, träfe das den geplanten Kapazitätsausbau. Erst vergangene Woche legte der Konzern den Grundstein für ein neues Pulverwerk in Aschau am Inn. Das Werk soll die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern langfristig senken.

Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 1.705,56 Euro. Das entspricht einem theoretischen Potenzial von über 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Volatilität bleibt mit 68,08 Prozent auf Jahressicht aber außergewöhnlich hoch.

Zum bisherigen Rekordhoch von 2.007,00 Euro aus dem Oktober 2025 fehlen der Aktie noch immer knapp 46 Prozent. Ob die Erholung über die 1.000-Euro-Marke hinaus trägt, hängt maßgeblich vom Bericht am 6. August ab. Bestätigt der Konzern dort die Wachstumsprognose trotz der chinesischen Exportbeschränkungen, dürfte das für weiteres Vertrauen sorgen.

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