Ricursive, Intelligence

Ricursive Intelligence: KI-Startup erzielt Milliardendeal für Chip-Design

27.01.2026 - 23:40:12

Das Startup Ricursive Intelligence erhält 300 Millionen Euro von Top-Investoren, um den KI-Chip-Design-Prozess vollständig zu automatisieren und die Halbleiterbranche zu revolutionieren.

Ein KI-Startup mit nur zehn Mitarbeitern ist nach einer Mega-Finanzierungsrunde vier Milliarden Dollar wert. Ricursive Intelligence will den Bau von Spezialchips für Künstliche Intelligenz revolutionieren – und hat dafür nun 300 Millionen Euro erhalten.

Die Finanzspritze wird von Lightspeed Venture Partners angeführt. Mit von der Partie sind Schwergewichte wie DST Global, Felicis Ventures und Sequoia Capital. Besonders auffällig: Auch NVentures, der Venture-Arm des KI-Hardware-Giganten NVIDIA, beteiligt sich. Das ist ein starkes Signal. Selbst der Marktführer investiert in Technologien, die seine eigene Dominanz herausfordern könnten.

Die Vision: KI entwirft ihre eigene Hardware

Hinter dem Startup stehen zwei ehemalige Google-Forscherinnen: CEO Dr. Anna Goldie und CTO Dr. Azalia Mirhoseini. Ihr Ziel ist ein radikaler Paradigmenwechsel. Statt dass Menschen Chips entwerfen, soll eine KI-Plattform diese Aufgabe vollautomatisch übernehmen – und sich dabei ständig selbst verbessern.

Die Gründerinnen sind keine Unbekannten. Bei Google entwickelten sie AlphaChip, ein System, das Teile des Chip-Layouts automatisiert. Diese Technologie kam bereits in Googles eigenen Tensor Processing Units (TPUs) zum Einsatz. Ricursive will nun den gesamten Design-Prozess von der Pike auf automatisieren.

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Der Markt: Wettlauf um die KI-Hardware der Zukunft

Die hohe Bewertung des jungen Unternehmens spiegelt einen heißen Trend wider. Die Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware für generative KI explodiert. Gleichzeitig sorgt die Abhängigkeit von wenigen Anbietern wie NVIDIA für Engpässe und hohe Preise.

Laut Branchendaten verdoppelte sich 2025 das Investoreninteresse an KI-Chipfirmen fast. Ricursive profitiert von dieser Goldgräberstimmung. Die Finanzierung ist eine der größten Frühphasen-Investitionen in diesem Bereich überhaupt. Sie zeigt den Glauben daran, dass bessere Hardware die nächste Welle der KI-Innovation auslösen kann.

Das Problem: Der Chip-Design-Flaschenhals

Der traditionelle Weg, Hochleistungschips zu entwickeln, ist ein Albtraum. Große Ingenieurteams brauchen oft zwei bis drei Jahre und verschlingen Hunderte Millionen Euro. Bis ein Chip fertig ist, ist die KI-Software oft schon eine Generation weiter.

Genau hier setzt Ricursive an. Das Startup will diesen Zyklus von Jahren auf Wochen verkürzen. Die KI-Plattform soll automatisch Chips entwerfen, die perfekt auf bestimmte KI-Aufgaben zugeschnitten sind – etwa für Spracherkennung oder Bildgenerierung.

Die Folgen: Demokratisierung des Chip-Designs

Gelingt der Durchbruch, könnte das die Branche auf den Kopf stellen. Nicht nur Tech-Giganten wie Google oder Meta, sondern auch mittelständische Unternehmen könnten sich maßgeschneiderte, effiziente Chips leisten. Das würde Innovation beschleunigen und neue Wettbewerber auf den Plan rufen.

Das frisch eingeworbene Kapital will Ricursive für den Ausbau seines Teams und seiner Recheninfrastruktur nutzen. Die Vision der Gründerinnen geht weit über schnellere Design-Tools hinaus. Sie träumen von einer symbiotischen Beziehung zwischen KI und Silizium – einer Art kambrischen Explosion spezialisierter Chips.

Kann ein kleines Startup den Flaschenhals der gesamten Halbleiterindustrie lösen? Die milliardenschweren Wetten der Investoren deuten darauf hin, dass viele in der Branche genau das für möglich halten. Die Uhr tickt: Der Wettlauf um die Hardware für die nächste KI-Generation hat begonnen.

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