Rivian Aktie: Großauftrag von Uber
23.03.2026 - 18:45:21 | boerse-global.deRivian Automotive richtet sich strategisch neu aus und geht eine weitreichende Kooperation mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Im Kern steht der Aufbau einer autonomen Robotaxi-Flotte, die auf dem kommenden R2-Modell des Elektroauto-Pioniers basiert. Für Rivian bedeutet dieser Schritt eine deutliche Verschiebung des Kapitals hin zur Software-Entwicklung und Autonomie.
Milliarden-Deal für die Robotaxi-Flotte
Uber plant, bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar in das gemeinsame Projekt zu investieren. In einer ersten Phase sollen bis zum Jahr 2028 rund 10.000 Fahrzeuge in San Francisco und Miami zum Einsatz kommen. Eine Option auf weitere 40.000 Einheiten bis 2030 unterstreicht die Ambitionen beider Unternehmen, den Service bis 2031 auf 25 Städte in Nordamerika und Europa auszuweiten.
Die Finanzierung ist an das Erreichen spezifischer Entwicklungsmeilensteine geknüpft. Eine erste Zahlung von 300 Millionen US-Dollar soll den frühen Ausbau des Programms stützen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als notwendigen Pivot, da Rivian seine Ressourcen verstärkt in langfristige Softwarelösungen investiert, um sich im Wettbewerb der autonomen Fahrdienste zu positionieren.
Licht und Schatten in der Bilanz
Die Nachricht sorgte an der Börse für eine positive Reaktion: Die Aktie legte heute um über 8 Prozent auf 14,02 Euro zu. Trotz der Euphorie über den Uber-Deal bleibt die finanzielle Lage des Unternehmens herausfordernd. Zwar konnte Rivian für das Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Bruttogewinn von 144 Millionen US-Dollar ausweisen – nach einem massiven Verlust im Vorjahr –, allerdings wurde das Ziel der Gesamtrendite für 2027 offiziell aufgegeben.
Kann die neue Software-Offensive die enttäuschten Hoffnungen auf eine schnelle Profitabilität im Jahr 2027 kompensieren? Analysten sind hierbei geteilter Meinung. Während die Partnerschaft als Validierung der technischen Fähigkeiten gilt, mahnen Skeptiker angesichts der langen Zeitpläne zur Vorsicht. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management bereits mit einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 1,8 und 2,1 Milliarden US-Dollar.
Der Fahrplan für den R2
Parallel zur Robotaxi-Entwicklung treibt das Unternehmen den Marktstart des R2 SUV voran, der im wichtigen Mittelklasse-Segment punkten soll. Die Einführung erfolgt in mehreren Etappen:
- Ende 2026: Start des Performance-Pakets für 57.990 US-Dollar
- Jahr 2027: Rollout der Premium- und Standard-Varianten
- Einstiegspreis: Ab 45.000 US-Dollar für das Basismodell
- Ab 2028: Skalierung der Produktion auf 150.000 Einheiten im Werk Georgia
Die strategische Neuausrichtung zeigt, dass Rivian den Fokus weg vom reinen Hardware-Verkauf hin zu margenstärkeren Dienstleistungen verschiebt. Ob dieser Plan aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, wie effizient die Produktion in Georgia anläuft und ob die technologischen Meilensteine mit Uber fristgerecht erreicht werden. Das Geschäftsjahr 2026 wird hierbei durch die prognostizierten hohen Verluste zur Belastungsprobe für die Liquidität.
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