dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.07.2026 - 17.00 Uhr
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 17:08 Uhr | dpa.deROUNDUP 3/EZB wartet ab - Zinserhöhung im September wahrscheinlich
FRANKFURT - Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unverändert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-Währungshüter nun für eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent. Experten hatten dies erwartet.
Trump warnt Iran wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf Schiffe
WASHINGTON - Nach Angriffen der Huthi-Miliz im Roten Meer hat US-Präsident Donald Trump dem Iran im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht. "Sollten sie dies erneut tun, werden die USA den Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Iran agieren", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte "schwere militärische Strafen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst" an. Zugleich zeigte sich Trump von der Miliz enttäuscht, die sich zuletzt "sehr verantwortungsbewusst" verhalten habe.
Eurozone: Verbrauchervertrauen verbessert sich stärker als erwartet
BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im Juli stärker als erwartet verbessert. Der Indikator für das Konsumklima stieg um 1,7 Punkte auf minus 15,9 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf minus 17,0 Punkte erwartet.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen überraschend unter 200.000
WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet gefallen. Sie gingen in der vergangenen Woche um 22.000 auf 187.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 210.000 Anträgen gerechnet. Der Wert aus der Vorwoche wurde um 1.000 auf 209.000 nach oben revidiert.
EZB-Präsidentin Lagarde: Gehe nicht vor 2027
FRANKFURT - EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist erneuten Spekulationen über einen vorzeitigen Rückzug von der Notenbankspitze entgegengetreten. Sie werde nicht vor 2027 gehen, sagte Lagarde nach der Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. "Wenn sich am Horizont Wolken abzeichnen, bleibt der Kapitän auf dem Schiff. Und es sind Wolken am Horizont zu sehen", bekräftigte die Französin.
Griechenland plant Milliarden-Investitionen in Verteidigung
ATHEN - Griechenland treibt die Modernisierung seiner Streitkräfte weiter voran. Der Nationale Sicherheitsrat billigte eine Reihe weiterer Rüstungsprojekte, wie der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT mitteilte. Dies ist Teil eines Programms, für das bis 2030 insgesamt mehr als 25 Milliarden Euro fließen sollen.
ROUNDUP 2/Einigung in Brüssel: EU verhängt neue Russland-Sanktionen
BRÜSSEL - Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilten.
Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen
FRANKFURT - Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro. Wahrscheinlich Ende 2026 wird der EZB-Rat einen Vorschlag auswählen. Bis die Menschen die neuen Banknoten in Händen halten, wird dann noch einige Zeit vergehen.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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