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Blick auf neue MÀrkte - Volkswagen Àndert China-Strategie

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Angesichts der SchwÀche des chinesischen Automarktes und mehr Konkurrenz aus der Volksrepublik im Ausland Àndert der Volkswagen DE0007664039-Konzern seine China-Strategie.

Statt dem bisherigen Motto "In China, for China" (In China, fĂŒr China) visieren die Wolfsburger mit "In China, Beyond China" (In China und ĂŒber China hinaus) nun MĂ€rkte außerhalb der Volksrepublik an, wie der Konzern im ostchinesischen Hefei mitteilte.

VW DE0007664039 sprach von einer "entscheidenden VerĂ€nderung", die China nicht nur als einen der wichtigsten MĂ€rkte des Konzerns, sondern auch als zentralen Innovations- und Exportknotenpunkt fĂŒr sein globales GeschĂ€ft positioniere. Perspektivisch will Volkswagen so mit seinen Gemeinschaftsunternehmen in China mehr MĂ€rkte in SĂŒdostasien, dem sĂŒdlichen Afrika und SĂŒdamerika bedienen. Im April hatte der Konzern im Rahmen der Automesse in China etwaige PlĂ€ne angedeutet.

VW visiert Globalen SĂŒden an

Bereits jetzt exportiere Volkswagen Fahrzeuge aus China etwa in den Nahen Osten oder nach Kasachstan und Usbekistan, hieß es. Die in China entwickelte Technologie soll dabei die Grundlage jener fĂŒr den Globalen SĂŒden bestimmten Verbrenner, Elektro- oder Hybridautos sein. "Noch vor Ende dieses Jahrzehnts wird SĂŒdamerika die erste Region sein, die in China entwickelte Technologien in ihr lokales Portfolio aufnimmt", versprach VW.

Volkswagen hatte sich mit seiner Produktion in China bislang auf den chinesischen Automarkt fokussiert. Exporte waren unter "In China, for China" nicht unbedingt Teil des Plans. Doch neben dem hohen Konkurrenz- und Preisdruck chinesischer Marken bereitet nun auch der schwache Automarkt in China Probleme.

Lage in China schwierig

JĂŒngste Daten des chinesischen Pkw-Verbandes CPCA fĂŒr den Gesamtmarkt zeigen fĂŒr die ersten neun Monate dieses Jahres einen RĂŒckgang der Verkaufszahlen um 21,7 Prozent. Als Konsequenz exportieren die Hersteller und drĂ€ngen nach Europa aber auch in bislang weniger beachtete MĂ€rkte im Globalen SĂŒden. Den CPCA-Daten zufolge sprangen die Exportzahlen im September um 73,7 Prozent nach oben.

Auch fĂŒr Volkswagen ist das China-GeschĂ€ft schwierig: Im dritten Quartal sanken die Verkaufszahlen um 38,5 Prozent auf 405.800 Autos. Das Minus dort machte mehr als 80 Prozent des GesamtrĂŒckgangs aus.

Warum VW aus China exportiert

Mit dem Strategiewechsel will Volkswagen deshalb nicht nur in anderen MĂ€rkten der chinesischen Konkurrenz trotzen, sondern auch neue LĂ€nder bedienen. "China exportiert Konkurrenzdruck", hieß es aus Konzernkreisen. Mit Produkten aus Europa ginge das demnach nur schwer, weshalb VW aus China exportieren wolle.

Laut Europas grĂ¶ĂŸtem Autobauer ermöglicht die in China entwickelte Technologie den Export aus der Volksrepublik. In China profitiert VW von niedrigeren Entwicklungskosten und kĂŒrzeren Zeiten bis zum Markteintritt. Am Forschungs- und Entwicklungsstandort Hefei stellte der Konzern nun Vega vor. Das Technologiesystem sei das Ergebnis, Spitzentechnologien schneller und kosteneffizienter entwickeln, integrieren und skalieren zu können, erklĂ€rte VWs China-Chef Ralf BrandstĂ€tter laut Mitteilung.

Hinter Vega verbergen sich die in China entwickelten Elektronikarchitektur, Fahrzeugplattformen und Fahrerassistenzsystem. Laut BrandstĂ€tter werden damit die WettbewerbsfĂ€higkeit auf dem lokalen Markt gestĂ€rkt und neue GeschĂ€ftsmöglichkeiten ĂŒber China hinaus eröffnet. Konzernchef Oliver Blume nannte China laut Mitteilung den "Innovationsmotor" und zunehmend "Produkt- und Technologiezentrum fĂŒr unsere globalen MĂ€rkte". Erst am Vortag hatte BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier den Standort Hefei wĂ€hrend seiner laufenden China-Reise besucht.

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