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Hypoport mit verhaltenem Jahresauftakt - Aktienkurs steigt krÀftig

Veröffentlicht am: 15.04.2026 um 11:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Beim Finanzdienstleister Hypoport DE0005493365 hat sich die Nachfrage nach Immobilienkrediten im ersten Quartal zurĂŒckhaltend entwickelt.

Das ĂŒber die Plattform Europace abgewickelte Finanzierungsvolumen habe in den ersten drei Monaten des Jahres mit 20,3 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres gelegen, teilte das im SDax DE0009653386 gelistete Unternehmen am Mittwoch in Berlin mit. An der Börse legten die Aktien aber krĂ€ftig zu.

FĂŒr die Papiere ging es am spĂ€ten Vormittag um fast zehn Prozent nach oben, womit Hypoport einer der Favoriten im Index der kleineren Unternehmen war. Seit Jahresbeginn hat der Kurs jedoch fast ein Drittel eingebĂŒĂŸt, in den vergangenen zwölf Monaten sank die Aktie sogar um mehr als die HĂ€lfte.

Im ersten Quartal sei die nachhaltige Erholung im deutschen Wohnimmobilienmarkt erneut von einem volatilen Umfeld beeinflusst worden, hieß es von Hypoport. Das Transaktionsvolumen auf Europace sei durch den Zinssprung angetrieben worden, der im Zuge der Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts ausgelöst wurde, sagte Vorstandschef Ronald Slabke laut Mitteilung.

Dabei bauten den Angaben zufolge vor allem die genossenschaftliche Plattform Genopace sowie die Plattform der Sparkassen Finmas ihre Marktanteile aus, wÀhrend das Vertriebsvolumen privater Banken leicht sank.

Weiterhin wĂŒrden in der privaten Immobilienfinanzierung ĂŒberwiegend KĂ€ufe von Bestandsimmobilien finanziert, berichtete Hypoport. Hierbei nehme der Anteil der Eigentumswohnungen weiter zu. Kredite fĂŒr Neubauten und energetische Sanierungen seien weniger gefragt.

Im Januar hatte der Finanzdienstleister mitgeteilt, dass die Nachfrage nach Immobilienkrediten auf seiner Europace-Plattform im vierten Quartal nach einem bis dahin starken Jahr leicht zurĂŒckgegangen war. Hypoport verwies dabei auf ein sich normalisierendes Marktumfeld. Die Aktie war daraufhin unter Druck geraten.

Im laufenden Jahr will Hypoport den Gewinn im TagesgeschĂ€ft weiter krĂ€ftig ausbauen. So soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern 40 bis 55 Millionen Euro erreichen, wie das Unternehmen bereits Ende Februar verkĂŒndete. Im vergangenen Jahr hatte sich der operative Gewinn von zuvor 18 auf rund 33 Millionen Euro erholt. Der Umsatz verbesserte sich von 561 auf 603 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von wieder besser laufenden GeschĂ€ften in der privaten Immobilienfinanzierung.

Zudem will der Finanzdienstleister bis Ende 2029 seine ProfitabilitĂ€t deutlich steigern. "Bis zum Ende des Jahrzehnts erwarten wir fĂŒr unsere gesamte Gruppe aufgrund der Skalierung unserer GeschĂ€ftsmodelle eine Verdoppelung der Ebit-Rohertragsmarge", sagte Vorstandschef Ronald Slabke Mitte MĂ€rz. Vergleichsmaßstab sind dabei die 2025 erreichten 12,4 Prozent.

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