ROUNDUP, Steuer

Steuer auf Spirituosen soll um 20 Prozent steigen

Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 18:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn und weitere alkoholische GetrÀnke sollen nach PlÀnen der Bundesregierung höher besteuert werden.

Zum 1. Januar 2027 sollen die SteuersĂ€tze um jeweils 20 Prozent steigen, wie ein Gesetzentwurf des Finanzministeriums vorsieht, den das Kabinett auf den Weg gebracht hat. Erwartet werden dadurch Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro bezogen auf ein volles Jahr, die in den Bundeshaushalt fließen sollen.

Erhöht werden sollen auch die Steuern auf Champagner, Sekt, Likörweine und Alkopops. Nicht betroffen ist die Biersteuer, fĂŒr Wein besteht keine besondere Steuer. Geregelt werden die Anhebungen in einem begleitenden Gesetz zum Etat 2027. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Erhöhungen der Alkohol- und der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte als eine der Maßnahme angepeilt, um EtatlĂŒcken zu schließen.

"Was krank macht, wird teurer"

Minister Lars Klingbeil (SPD) verwies auch auf die ebenfalls geplante EinfĂŒhrung einer Zuckersteuer auf GetrĂ€nke wie Limonaden und Colas. "Alles das dient auch dem Gesundheitsschutz. Was krank macht, wird also teurer." Angaben zur Ausgestaltung und dem Startdatum der Zuckersteuer machte er vorerst nicht.

Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte zu den VorschlĂ€gen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission fĂŒr eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie empfahl gleich drei jĂ€hrliche Anhebungen von 2027 bis 2029. Damit sei ein sinkender Konsum zu erwarten, was jĂ€hrlich etwa 1.000 KrebsfĂ€lle vermeiden könnte. Da Spirituosen beim Rauschtrinken unter oft preissensiblen jĂŒngeren Leuten eine Rolle spielten, sei auch mit einem RĂŒckgang weiterer Kosten zu rechnen, etwa fĂŒr UnfĂ€lle.

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