Kulanz fĂŒr ICE-FahrgĂ€ste nach Tunnel-Panne
27.07.2025 - 15:00:21"Wir möchten uns fĂŒr die Geduld bedanken und mitteilen, dass mindestens die Kosten des Zugtickets zu 100 Prozent erstattet werden", sagte der Sprecher der österreichischen Bahnen (ĂBB), Klaus Baumgartner.
Die Panne passierte zwar mit einem ICE der Deutschen Bahn, doch waren die ĂBB auf der Strecke in Ăsterreich Betreiber. Nach den Fahrgastrechten stĂŒnde den Betroffenen nur eine Erstattung von 50 Prozent des Preises zu. Wer sich wegen einer nötigen Ăbernachtung an die ĂBB wandte, habe einen Hotel-Gutschein bekommen, sagte der Sprecher.
ICE zunÀchst nach Wien geschleppt
Zur Ursache der Panne konnte die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben keine Aussage machen. Auch weitere Details werde es erst im Laufe der Woche geben. Auf der Strecke Hamburg-Wien sei betrieblich wieder alles in Ordnung. Ein Zug Wien-Hamburg fahre auch wieder.
Der ICE 90 "Donauwalzer" nach Hamburg war nach der Rettung der FahrgĂ€ste zunĂ€chst nach Wien geschleppt worden. Eine ĂberprĂŒfung habe gezeigt, dass er fahruntĂŒchtig sei, hieĂ es von der ĂBB. Der Zug werde in den kommenden Tagen nach Deutschland gebracht, so Baumgartner. Ursache war nach ĂBB-Angaben eine Panne an dem ICE. Der Stromabnehmer habe nicht funktioniert.
Rettung ĂŒber Tunnelnotausstiege
Die Passagiere hatten am Samstagnachmittag stundenlang in einem Tunnel ausharren mĂŒssen. Sie wurden nach ĂBB-Angaben zunĂ€chst in dem Tunnel in einen Ersatzzug geleitet. Weil sich aber einige FahrgĂ€ste offenbar einfach aus dem Zug entfernt hatten und die Gefahr bestand, dass sie sich im Tunnel aufhalten, konnte der Strom nicht eingeschaltet werden und der Zug deshalb nicht fahren.
Die FahrgĂ€ste mussten dann zu FuĂ ĂŒber Tunnel-Notausstiege ins Freie gebracht werden, wie es von dem ĂBB-Sprecher hieĂ. Der Tunnel bei Hadersdorf westlich von Wien liegt unter einem Wohngebiet. Die Passagiere seien mit Bussen und RegionalzĂŒgen nach Wien und St. Pölten gebracht worden. Verletzt wurde niemand.

