Produktion/Absatz, Wettbewerb

Russland schrÀnkt Anrufe auf WhatsApp und Telegram ein

13.08.2025 - 20:57:03

Russland schrĂ€nkt zur angeblichen Abwehr von Terroristen und BetrĂŒgern Anrufe mit den auslĂ€ndischen Messengerdiensten WhatsApp und Telegram ein.

Die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor sprach in einer Mitteilung in Moskau von EinschrÀnkungen bei Sprachanrufen. Allerdings berichteten Nutzer in Russland auf der Störungs-Website Downdetector, dass auch Videoanrufe gestört seien.

Andere Funktionen von WhatsApp und Telegram seien nicht betroffen, teilte Roskomnadsor mit. Doch deren Telefondienste wĂŒrden genutzt, um russische BĂŒrger "zu betrĂŒgen, um Geld zu prellen, sie in Sabotage oder terroristische AktivitĂ€ten zu verwickeln", hieß es. TatsĂ€chlich sind auf den Messengern nicht nur TrickbetrĂŒger aktiv, auch ukrainische Geheimdienste nutzen sie zur Kontaktaufnahme in Russland.

Ministerium: Messengerdienste sollen russische Gesetze einhalten

Die EinschrĂ€nkungen wĂŒrden zurĂŒckgenommen, wenn die auslĂ€ndischen Messenger-Dienste sich an russische Gesetze hielten, teilte das Digitalministerium in Moskau der staatlichen Agentur zufolge mit.

WhatsApp gehört wie Facebook oder Instagram zum US-Konzern Meta US30303M1027 von Mark Zuckerberg und weigert sich, Daten mit russischen Behörden zu teilen. Telegram wurde von dem Russen Pawel Durow entwickelt. Gegen Telegram gibt es in Russland, aber auch in anderen LÀndern den Vorwurf, dass der Dienst zu wenig gegen kriminelle Nutzer vorgehe.

Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 baut die Moskauer FĂŒhrung die Kontrolle ĂŒber den russischen Teil des Internets immer weiter aus. AuslĂ€ndische Messengerdienste sollen durch eine einheimische App namens Max ersetzt werden, bei der Kritiker aber einen Zugriff der Behörden auf die Daten fĂŒrchten.

@ dpa.de | US30303M1027 PRODUKTION/ABSATZ