RWE: 84 Millionen Handelsverlust trotz Kursplus
03.06.2026 - 21:19:32 | boerse-global.deRWE erlebt einen paradoxen Tag. Die Aktie steigt um rund 3,5 Prozent auf 57,12 Euro. Dabei meldet der Konzern einen herben Verlust im Handel â 84 Millionen Euro Minus im ersten Quartal.
Grund sind zunehmend negative Strompreise. Eine Solarstrom-Schwemme trifft auf schwache Nachfrage, besonders an Feiertagen. 200 Stunden mit Negativpreisen in den ersten Monaten 2026 zeigen: Das PhÀnomen wird strukturell.
Negativpreise belasten das HandelsgeschÀft
Am 1. Mai fiel der Day-Ahead-Preis auf minus 499 Euro je Megawattstunde â ein Allzeittief. Drei Wochen spĂ€ter ĂŒber Pfingsten wiederholte sich das Bild.
FĂŒr RWE bedeutet das direkte Verluste. Die Supply-&-Trading-Sparte rutschte von 15 Millionen Euro Gewinn auf 84 Millionen Euro Verlust im Vorjahresvergleich. Ein AusreiĂer war das nicht.
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Operativ lĂ€uft es â Prognose bestĂ€tigt
Trotz der Belastungen liefert das KerngeschÀft. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,6 Milliarden Euro, getragen von guten Windbedingungen und neuen Anlagen.
Der Konzern bestĂ€tigt die Jahresprognose: 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro EBITDA. Die Dividende steigt um zehn Prozent auf 1,32 Euro je Aktie. Auch das RĂŒckkaufprogramm lĂ€uft weiter â zuletzt 369.163 Aktien zu 56,43 Euro.
RWE setzt auf Speicher und Offshore
Gegen den Trend investiert RWE massiv. 35 Milliarden Euro netto bis 2031 flieĂen in Wind, Sonne und Speicher.
HerzstĂŒck ist der Batteriespeicher Gundremmingen mit 400 Megawatt Leistung und 230 Millionen Euro Investition. Die bestehende Netzinfrastruktur des stillgelegten Kernkraftwerks wird genutzt.
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Parallel dazu sicherte sich RWE bei der britischen Offshore-Auktion AR7 Differenzkontrakte fĂŒr 6,9 Gigawatt KapazitĂ€t. Partner wie KKR, Masdar und der norwegische Staatsfonds NBIM bringen Kapital â zuletzt fĂŒr 1,4 Milliarden Euro.
RWE positioniert sich damit als einer der gröĂten Speicherbetreiber Europas. Ăber 1,2 Gigawatt sind bereits am Netz, weitere 2,7 Gigawatt im Bau. Die Dividende steigt, der RĂŒckkauf lĂ€uft â und die Milliarden-Wette auf Speicher und Offshore beginnt.
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