S&P 500: Gewinne trotz Iran-Unsicherheit
07.04.2026 - 12:49:24 | boerse-global.deWall Street hat den Handel nach dem verlĂ€ngerten Osterwochenende mit leichten AufschlĂ€gen aufgenommen â trotz einer spĂŒrbaren geopolitischen Belastung. Der S&P 500 notierte am Montag rund 0,3 Prozent im Plus bei etwa 6.602 Punkten, wĂ€hrend der Nasdaq 100 mit knapp 0,6 Prozent etwas stĂ€rker zulegte.
Die ZurĂŒckhaltung der KĂ€ufer hat einen konkreten Grund: Der Konflikt zwischen den USA und Iran hĂ€lt die MĂ€rkte in Atem.
Hormuz-Deadline sorgt fĂŒr angespannte Stimmung
PrĂ€sident Trump hatte zuletzt ultimativ gefordert, die StraĂe von Hormuz bis Dienstagabend wieder zu öffnen â andernfalls drohte er mit Angriffen auf iranische Infrastruktur. Der Meerenge kommt dabei eine zentrale wirtschaftliche Rolle zu: Rund ein FĂŒnftel des weltweiten Ăldurchsatzes flieĂt durch diesen schmalen Korridor.
Berichte ĂŒber laufende indirekte GesprĂ€che â vermittelt unter anderem durch Pakistan, Ăgypten und die TĂŒrkei â hatten zunĂ€chst fĂŒr etwas Entspannung gesorgt und den kurzzeitig ĂŒber 110 Dollar gestiegenen Ălpreis etwas zurĂŒckgedrĂŒckt. Brent notierte zuletzt bei rund 109 Dollar je Barrel, WTI bei etwa 112 Dollar.
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Die Entspannung erwies sich jedoch als vorlĂ€ufig. Irans staatliche Medien bestĂ€tigten am Montag, dass Teheran einen 45-tĂ€gigen Waffenstillstand ablehnt und stattdessen auf ein dauerhaftes Kriegsende mit bindenden Garantien sowie Sanktionsaufhebung besteht. Das WeiĂe Haus seinerseits signalisierte, dass Trump dem vorliegenden Entwurf noch nicht zugestimmt hat.
Preisdruck als zweites Problem
Abseits der Geopolitik lieferte der Dienstleistungssektor gemischte Signale. Der ISM-Index fĂŒr das Nicht-Verarbeitende Gewerbe fiel im MĂ€rz auf 54,0 Punkte, nach 56,1 im Februar â leicht unter den Erwartungen, aber weiterhin im Expansionsbereich. Beunruhigender war der starke Anstieg des Teilindex fĂŒr gezahlte Preise, der den gröĂten Sprung seit mehr als 13 Jahren verzeichnete. Höhere Energiekosten infolge der StraĂe-von-Hormuz-Blockade hinterlassen damit zunehmend Spuren in den Inflationsdaten.
Kein Wunder also, dass Staatsanleiherenditen unter Druck geraten: Die Rendite zehnjÀhriger US-Treasuries kletterte leicht auf 4,337 Prozent, da Marktteilnehmer verstÀrkt mit geldpolitischen Reaktionen der Notenbank rechnen.
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Bereits diese Woche stehen frische US-Verbraucherpreisdaten fĂŒr MĂ€rz auf der Agenda â sie dĂŒrften zeigen, wie stark der Ălpreisschock bislang in die Breite gewirkt hat. Bis dahin hĂ€lt der Markt die Luft an.
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