Sabotage, Stromnetz

Sabotage am Stromnetz: VerdÀchtiger vor BGH-Richter

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach einer Reihe von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen TĂ€ter in Vollzug gesetzt.

Das sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der versuchten und vollendeten verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der versuchten und vollendeten Störung öffentlicher Betriebe.

Der Mann war schon vorher in Untersuchungshaft, daran Ă€ndert sich also prinzipiell nichts. Weil zwischenzeitlich allerdings die Bundesanwaltschaft als oberste Anklagebehörde in Deutschland die Ermittlungen zu den VorfĂ€llen ĂŒbernommen hatte, wurde die VorfĂŒhrung am BGH notwendig.

Bekennerschreiben und TĂ€terwissen

Die Polizei hatte den 48-JĂ€hrigen Anfang September festgenommen. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, Stromleitungen in der NĂ€he von Kohlekraftwerken zu sabotieren. Es gibt Bekennerschreiben. In einem davon heißt es: "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen." Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach in Bezug auf die Inhalte der Bekennerschreiben von TĂ€terwissen.

"Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Taten erfolgten lĂ€nderĂŒbergreifend und zielten mutmaßlich auf die Verursachung großflĂ€chiger StromausfĂ€lle", teilte die Bundesanwaltschaft anlĂ€sslich der Übernahme der Ermittlungen zwei Tage nach der Festnahme mit. "Dies war geeignet, in der Bevölkerung das Zutrauen in den Schutz der kritischen Infrastruktur zu schwĂ€chen und damit schĂ€dlichen Einfluss auf die innere Sicherheit der Bundesrepublik zu nehmen."

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