Safer Internet Day warnt vor gefährlichen App-Berechtigungen
05.02.2026 - 09:13:12Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten warnen pünktlich zum Safer Internet Day vor den wachsenden Risiken durch Smartphone-Apps. Diese fordern oft unnötig weitreichende Zugriffe auf private Daten und machen das Handy zum gläsernen Abbild des Nutzers. Die Kampagne unter dem Motto „Together for a better internet“ stellt diese Datenschutzfallen in den Fokus.
Die unsichtbare Sammelwut
Viele Apps verlangen bei der Installation Zugriff auf Kontakte, Standort, Mikrofon oder Kamera. Während eine Navigations-App den Standort braucht, ist diese Berechtigung für eine Taschenlampe völlig überzogen. Nutzer fragen sich: Warum braucht ein simpler Taschenrechner mein Adressbuch?
Die Antwort ist oft ein lukratives Geschäft. Die gesammelten Daten dienen zur Erstellung detaillierter Verhaltensprofile. Diese werden analysiert und häufig an Dritte verkauft – die Bezahlung für „kostenlose“ Apps erfolgt mit der eigenen Privatsphäre. Verbraucherzentralen raten daher, jede Berechtigung kritisch zu hinterfragen und nur das Nötigste zu erlauben.
Viele Apps verlangen mehr Rechte als nötig – oft ohne transparenten Nutzen, sodass Ihr Smartphone zur Datenquelle für Werbenetzwerke und Drittanbieter wird. Wer unnötige Zugriffe stoppen will, findet konkrete Hilfe: Das kostenlose Telegram-Startpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie auf eine datensparsame Messenger-Alternative umsteigen, Nummern verbergen, geheime Chats aktivieren und App‑Berechtigungen richtig setzen. Inklusive Screenshots, Sicherheitstipps und leicht verständlichen Anleitungen. Telegram-Startpaket jetzt gratis herunterladen
Tricks der Entwickler und was Nutzer tun können
App-Entwickler setzen Nutzer geschickt unter Druck. Oft werden alle Berechtigungen in einem Paket abgefragt: Wer die App nutzen will, muss allem zustimmen. Zudem sind die Zustimmungs-Buttons in Dialogfenstern oft optisch hervorgehoben, eine Ablehnung erscheint umständlich.
Was Nutzer schützen können:
* Apps nur aus offiziellen Stores (Google Play, App Store) installieren.
* Bewertungen und Datenschutzerklärungen prüfen – auch im Kleingedruckten.
* Berechtigungen regelmäßig in den Smartphone-Einstellungen kontrollieren und unnötige Zugriffe nachträglich entziehen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) betont, dass moderne Betriebssysteme diese Nachkontrolle ermöglichen.
Forderungen an Politik und Tech-Giganten
Angesichts der Risiken werden die Rufe nach strengeren Regeln lauter. Verbraucherschützer fordern „Privacy by Default“: Datenschutzeinstellungen sollten standardmäßig maximal restriktiv sein. So wären Nutzer von Beginn an besser geschützt.
Auf EU-Ebene gibt es Initiativen wie den Cyber Resilience Act. Dieser will Hersteller verpflichten, sichere Software zu entwickeln und lebenslang mit Updates zu versorgen. Experten sind sich einig: Nur eine Kombination aus besseren Gesetzen, technischem Schutz und aufgeklärten Nutzern kann den gläsernen Bürger verhindern.
Das lukrative Geschäft mit unseren Daten
Der Datenhunger ist im Geschäftsmodell der Digitalwirtschaft fest verankert. Persönliche Informationen sind eine wertvolle Währung für zielgenaue Werbung und Produktentwicklung. Dieser Boom steht im Dauerkonflikt mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Während Wirtschaftsverbände wie Bitkom in strengen Regeln wie der DSGVO eine Innovationsbremse sehen, unterstreichen tägliche Meldungen über Datenlecks den dringenden Schutzbedarf. Der Safer Internet Day 2026 betont: Innovation darf nicht auf Kosten der Privatsphäre gehen.
Mehr Kontrolle für Nutzer in Aussicht?
Die Zukunft könnte den Nutzern mehr Macht geben. Betriebssysteme wie Android und iOS integrieren bereits detaillierte Übersichten, die jeden Datenzugriff einer App protokollieren. Diese Transparenz-Tools sollen weiter ausgebaut werden.
Parallel arbeitet die Politik an schärferen Regeln. Die EU will die DSGVO evaluieren und an neue Technologien wie Künstliche Intelligenz anpassen. Für Verbraucher bleibt die Devise: Wachsam sein, ungenutzte Apps löschen und Updates installieren. Die sicherste Datenspur ist immer noch die, die gar nicht erst entsteht.
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