Santacruz Silver Aktie: Starker RĂŒckenwind
Veröffentlicht am: 08.04.2026 um 03:23 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas GeschĂ€ftsjahr 2025 war fĂŒr Santacruz Silver Mining trotz eines schweren RĂŒckschlags operativ bemerkenswert erfolgreich. Eine Flutkatastrophe in der Bolivar-Mine drĂŒckte die Silberproduktion um 17 Prozent â und dennoch verdoppelte sich das bereinigte EBITDA nahezu. Der Grund: Der Silberpreis entwickelte sich deutlich zu Gunsten des Unternehmens.
Zahlen mit einem Schönheitsfehler
Der Umsatz stieg 2025 um 15 Prozent auf 326,4 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte um 99 Prozent auf 104,6 Millionen Dollar, der Bruttogewinn legte um 91 Prozent auf 109,4 Millionen Dollar zu. Einzig der Nettogewinn fiel mit 42,2 Millionen Dollar um 74 Prozent niedriger aus â allerdings ist dieser Vergleich verzerrt. Im Vorjahr hatte ein einmaliger Kaufpreisanpassungsgewinn sowie gĂŒnstige WĂ€hrungseffekte das Ergebnis kĂŒnstlich aufgeblĂ€ht.
Das eigentliche Bild zeigt sich auf Unzenebene: Einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 39,00 US-Dollar je SilberĂ€quivalenzunze standen All-in Sustaining Costs von 30,81 Dollar gegenĂŒber. Die Marge von rund 8,19 Dollar je Unze verbesserte sich im Jahresvergleich um 209 Prozent â getrieben durch EffizienzmaĂnahmen und Kostenoptimierungen.
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Bolivar auf dem Weg zurĂŒck
Die Flutkatastrophe im Mai 2025 sperrte die silberreichen Bereiche Pomabamba und NanĂ© in der Bolivar-Mine fĂŒr einen GroĂteil des Jahres. Insgesamt verarbeitete Santacruz 1,945 Millionen Tonnen Erz â vergleichbar mit 2024 â doch die SilberĂ€quivalentproduktion sank um 11 Prozent auf 14,4 Millionen Unzen.
Im vierten Quartal zeichnete sich eine klare Trendwende ab: Bolivar steigerte den Durchsatz um 22 Prozent und die SilberĂ€quivalentproduktion um 34 Prozent gegenĂŒber Q3 2025. Die vollstĂ€ndige Wiederherstellung der KapazitĂ€ten ist fĂŒr Q4 2026 geplant. Parallel dazu treibt Santacruz das Soracaya-Projekt in Bolivien voran, das geschĂ€tzte 34,5 Millionen Unzen Silber in abgeleiteten Ressourcen beherbergt. Die Genehmigungen sollen bis Q3 2026 abgeschlossen sein, sodass eine Produktion noch im selben Jahr beginnen könnte.
Struktureller RĂŒckenwind durch den Silbermarkt
Das Marktumfeld spielt Santacruz in die HĂ€nde. 2026 ist das sechste Jahr in Folge, in dem das globale Silberangebot hinter der Nachfrage zurĂŒckbleibt. Industrielle Anwendungen â allen voran Photovoltaik â machen mittlerweile mehr als die HĂ€lfte des gesamten Silberverbrauchs aus. Seit Januar 2026 schrĂ€nkt China zudem die Silberexporte durch ein neues Lizenzsystem ein, was das physische Angebot weltweit weiter verknappt. J.P. Morgan prognostiziert fĂŒr 2026 einen durchschnittlichen Silberpreis von 81 US-Dollar je Unze â mehr als das Doppelte des 2025er Durchschnitts.
Mit einem schuldenfreien Unternehmen nach der vollstĂ€ndigen RĂŒckzahlung der Glencore-Verbindlichkeiten und einer gestĂ€rkten Bilanz wird der Q1-2026-Bericht, der im Mai erwartet wird, zeigen, ob Bolivars Erholung in den Produktionszahlen ankommt â erstmals mit Pomabamba und NanĂ© in vollem Betrieb.
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