SAP-Studie: HR-Abteilungen zwischen Pflicht-Migration und KI-Zukunft
09.02.2026 - 20:00:12Deutsche Personalabteilungen stecken in einem digitalen Spagat: Während sie noch die Pflicht-Migration ihrer Kerndaten bewältigen müssen, drängen bereits Künstliche Intelligenz und Automatisierung als nächste große Trends. Das zeigt eine neue Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG).
Derzeit dominiert ein technisches Mammutprojekt die Agenda: der Umstieg von veralteten SAP-HCM-Systemen auf die neue Plattform SAP HCM for S/4HANA (H4S4). Für die meisten der befragten Unternehmen ist dies weniger eine strategische Neuerung als eine notwendige Investitionssicherung. Das Ende des Supports für die alten Systeme zwingt zum Handeln.
„Die Realität der HR-IT ist heterogen und fragmentiert“, erklärt Hermann-Josef Haag, DSAG-Vorstand für Personalwesen. Ganze 71 Prozent der Firmen nutzen noch das alte On-Premise-System SAP ECC HCM. Oft läuft es parallel zu Cloud-Lösungen. Diese hybride Landschaft macht klare Migrationspfade und zuverlässige Werkzeuge vom Softwarekonzern SAP unverzichtbar.
KI und Automatisierung als klare Zukunftstrends
Doch worauf blicken die Personalverantwortlichen nach der Migration? Die Antwort ist eindeutig: Künstliche Intelligenz (KI). 65 Prozent sehen KI als bestimmenden Trend der kommenden Jahre. Automatisierung folgt mit 53 Prozent auf Platz zwei.
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Interessant ist der Treiber dahinter. Die Hälfte der Unternehmen nennt den Fachkräftemangel und die digitale Weiterbildung als zentrale Handlungsfelder. KI und Automatisierung sollen also nicht nur Prozesse beschleunigen, sondern auch Personallücken schließen. Die größten täglichen Herausforderungen bleiben aber erstmal die Digitalisierung von Personalprozessen (74 %) und die DSGVO-konforme Datenverwaltung (54 %).
Cloud-Strategie mit Fokus auf Talent-Management
Der Weg in die Cloud schreitet voran. Mit SAP SuccessFactors hat bereits fast jedes zweite Unternehmen (44 Prozent) Erfahrung gesammelt. Besonders im Fokus stehen strategische Module: Recruiting (41 Prozent), Employee Central (39 Prozent) und Learning (37 Prozent).
Doch die Studie zeigt auch eine pragmatische Grundstimmung. Viele Firmen suchen derzeit vor allem Stabilität und Orientierung, nicht die nächste Revolution. Die Analyse beschreibt einen mehrjährigen Transformationspfad: Erst muss das technische Fundament stehen, bevor datengetriebene HR-Szenarien in vollem Umfang Realität werden.
Ausblick: Der Balanceakt der kommenden Jahre
Die DSAG-Studie zeichnet das Bild einer Branche am Scheideweg. Die Pflicht-Migration bindet enorme Ressourcen. Gleichzeitig wächst der Druck, die Weichen für eine KI-geprägte Zukunft zu stellen.
Für SAP und seine Partner bedeutet das: Ihre Kunden brauchen robuste Unterstützung, transparente Roadmaps und leistungsstarke Tools. Nur so kann der technische Übergang gelingen und gleichzeitig die Basis für eine intelligentere Personalarbeit legen. Wie dieser Balanceakt gelingen kann, wird ein zentrales Thema auf den DSAG HR Days im Juni 2026 in Heidelberg sein.
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