EQS-News: Savills: Top-6-BĂŒromĂ€rkte: Leichtes Mietwachstum trotz niedrigstem FlĂ€chenumsatz seit 2009 (deutsch)
08.01.2024 - 12:10:16Savills: Top-6-BĂŒromĂ€rkte: Leichtes Mietwachstum trotz niedrigstem FlĂ€chenumsatz seit 2009
Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e):
Immobilien/Research Update
Savills: Top-6-BĂŒromĂ€rkte: Leichtes Mietwachstum trotz niedrigstem
FlÀchenumsatz seit 2009
08.01.2024 / 12:10 CET/CEST
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08. Januar 2024
Top-6-BĂŒromĂ€rkte: Leichtes Mietwachstum trotz niedrigstem FlĂ€chenumsatz seit
2009
* FlĂ€chenumsatz in 2023 von 2,2 Mio. mÂČ, 26 % unter Vorjahresniveau
* Spitzenmieten im Jahresverlauf um 6 % gestiegen, Durchschnittsmieten um
4 %
* Leerstandsrate steigt um 80 Basispunkte auf 5,6 % im Jahresverlauf
Im Jahr 2023 wurde an den Top-6-BĂŒrovermietungsmĂ€rkten* mit 2,2 Mio. mÂČ der
niedrigste FlÀchenumsatz seit 2009 verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr
fiel der Umsatz um 26 % geringer aus. Die Spitzenmieten sind im
Jahresverlauf um 6 % angestiegen. Bei den Median- und Durchschnittsmieten
fiel der Anstieg mit 2 % bzw. 4 % etwas geringer aus. Die Leerstandsquote
legte im gleichen Zeitraum um 80 Basispunkte auf 5,6 % zu. Jan-Niklas
Rotberg, Head of Office Agency Germany bei Savills, ordnet die Zahlen wie
folgt ein: "Das Jahr 2023 war von mehreren nachfragehemmenden Faktoren
geprÀgt. Neben der strukturell geringeren Nachfrage durch den Wandel zur
hybriden Arbeitswelt hat sich die schlechte wirtschaftliche Lage
Deutschlands negativ auf die BĂŒrovermietungsmĂ€rkte ausgewirkt. Viele Nutzer
sind deutlich kostensensibler geworden und scheuen in der aktuellen
gesamtwirtschaftlichen Lage Risiken und damit Investitionen, mit denen
UmzĂŒge und Neuanmietungen zwangsweise verbunden sind. Ein Lichtblick waren
im vergangenen Jahr aber auch Nutzer, die ihren FlÀchenverbrauch effizienter
gestaltet und dafĂŒr höherwertige Liegenschaften und FlĂ€chen angemietet
haben. Die KostensensibilitĂ€t setzt aber natĂŒrlich auch die Mieten unter
Druck. Wichtig zu erkennen, und das zeigen die Zahlen wieder deutlich: Es
gibt nicht den einen BĂŒromarkt, die jeweiligen MĂ€rkte haben sich zum Teil
sehr unterschiedlich entwickelt, das zeigt sich beispielsweise an Köln und
DĂŒsseldorf. Nutzer und Investoren mĂŒssen daher mehr denn je die jeweiligen
lokalen Marktgegebenheiten verstehen."
Steigender Kostendruck und anhaltende Unsicherheit ĂŒber kĂŒnftigen
FlÀchenbedarf lÀsst Anteil der VertragsverlÀngerungen steigen
Der reduzierte FlÀchenumsatz ist auch damit zu erklÀren, dass
ĂŒberdurchschnittlich viele Unternehmen im aktuellen Umfeld von einer
Neuanmietung absehen und ihren bestehenden Mietvertrag verlÀngern. Rotberg
berichtet: "Meistens verlĂ€ngern Nutzer um drei bis fĂŒnf Jahre. Dadurch
verschaffen sie sich Zeit. Diese wollen sie nutzen, um sich mit ihren
zukĂŒnftigen Arbeitsplatzstrategien und FlĂ€chenbedarfen auseinanderzusetzen.
Besonders groĂe Unternehmen sind sich nach wie vor unsicher, wie ihre
zukĂŒnftige Arbeitskultur aussehen soll. Einige Nutzer spekulieren zudem
darauf, dass sich der Markt zu ihren Gunsten entwickelt. Denn die aktuell
verfĂŒgbaren FlĂ€chen genĂŒgen ihren Lageanforderungen hĂ€ufig nicht oder sind
zu teuer. Hinzu kommt, dass die Insolvenzwelle bei Projektentwicklern die
Vorbehalte gegenĂŒber Projektanmietungen erhöht hat."
Insolvenzen am Projektentwicklermarkt sorgen fĂŒr AngebotslĂŒcke
Diese Skepsis eröffnet Bestandshaltern die Chance, solche Nutzer fĂŒr ihre
Objekte zu gewinnen oder diese zu guten Konditionen im eigenen Bestand zu
verlÀngern. ZusÀtzlich könnten durch die Insolvenzwelle am
Projektentwicklermarkt moderne FlÀchen noch knapper werden. Antonia Wecke,
Consultant Research, berichtet: "Ein Blick auf die BĂŒroobjekte insolventer
Projektentwickler in den Top-6-StÀdten zeigt, dass besonders in den Jahren
2025 und 2026 eine LĂŒcke bei NeubauflĂ€chen entstehen könnte. Fast die HĂ€lfte
des ursprĂŒnglich geplanten Volumens insolventer Projektentwickler sollte in
diesen Jahren fertiggestellt werden und könnte nun fehlen oder sich
verzögern. Insbesondere Nutzer, die FlÀchen in verschobenen oder
aufgegebenen Projekten angemietet haben, benötigen nun zumindest
vorĂŒbergehend eine Alternative." Die Top-6-StĂ€dte sind nicht gleichermaĂen
von der Insolvenzwelle betroffen. In Berlin und DĂŒsseldorf liegt der Anteil
des betroffenen Projektentwicklungsvolumens mit etwa 1,3 % am
BĂŒroflĂ€chenbestand deutlich höher als in Frankfurt (0,1 %) oder Köln (0,2
%). Ăber alle Top-6-StĂ€dte liegt der Anteil des betroffenen
Projektentwicklungsvolumens am BĂŒroflĂ€chenbestand bei etwa 0,7 %. Selbst in
einem Worst-Case-Szenario, in dem keines der Projekte fertiggestellt wĂŒrde,
hÀtte dies angesichts des geringen Anteils vermutlich kaum Einfluss auf die
Marktparameter.
Ausblick: Auch dieses Jahr unterdurchschnittlicher FlÀchenumsatz und noch
mehr aufgestaute UmzĂŒge zu erwarten
Da auch 2024 das konjunkturelle Umfeld angespannt bleiben dĂŒrfte und die
Anpassungsprozesse an hybrides Arbeiten anhalten, dĂŒrfte die Nachfrage nach
Neuanmietungen zunÀchst weiter gehemmt werden. "Auch in den kommenden
Monaten werden die LeerstÀnde vermutlich steigen. Zwar könnte die
Insolvenzwelle bei den Projektentwicklern den Anstieg in besonders
betroffenen StÀdten dÀmpfen, aber vermutlich nicht aufhalten", kommentiert
Wecke. Ihr Kollege Rotberg ergĂ€nzt: "FĂŒr das laufende Jahr rechnen wir
erneut mit einem FlÀchenumsatz, der unter dem langjÀhrigen Durchschnitt
liegt. Allerdings dĂŒrfte sich durch die seit Beginn der COVID-19-Pandemie
ĂŒberdurchschnittlich hohe Anzahl an MietvertragsverlĂ€ngerungen ein
Umzugsstau aufgebaut haben, der sich auflösen dĂŒrfte, sobald sich das
konjunkturelle Umfeld verbessert und die Unternehmen mehr Klarheit ĂŒber
ihren kĂŒnftigen FlĂ€chenbedarf haben. EigentĂŒmer von FlĂ€chen in guten Lagen
können sich dafĂŒr in Position bringen, indem sie in ihre FlĂ€chen
investieren, zumal der NachfrageĂŒberhang bei modernen FlĂ€chen ab 2025
aufgrund der zu erwartenden Verzögerung bei vielen Projektentwicklungen noch
zunehmen dĂŒrfte."
* Berlin, DĂŒsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und MĂŒnchen
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BĂŒromĂ€rkte Deutschland auf unserer Homepage savills.de.
Ăber Savills
Savills ist eines der fĂŒhrenden, weltweit tĂ€tigen
Immobiliendienstleistungs-Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in
London. Das Unternehmen wurde 1855 gegrĂŒndet und blickt auf eine lange
Geschichte mit ĂŒberwĂ€ltigendem Wachstum zurĂŒck. Savills setzt Trends statt
ihnen zu folgen und verfĂŒgt heute ĂŒber mehr als 700 BĂŒros und PartnerbĂŒros
in Amerika, Europa, Afrika, dem asiatisch-pazifischen-Raum sowie dem Nahen
Osten mit ĂŒber 40.000 BeschĂ€ftigten.
In Deutschland ist Savills mit mehr als 400 Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen in sieben BĂŒros an den wichtigsten Immobilienstandorten
prÀsent. Savills bietet Expertise und Markttransparenz in folgenden
Bereichen an:
* Investment
* Agency
* Corporate Finance & Portfolio Investment
* Valuation
* Operational Capital Markets
* Landlord Services
* Occupier Services
* Workplace Consulting
* Property Management
* Facility Management
* Residential Agency
* ESG Services
* Research
Eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und unternehmerischem
Denken und Handeln bietet unseren Kunden Zugriff auf Immobilienwissen von
höchster QualitÀt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre KreativitÀt
und ihre Leistungsbereitschaft sind unser eigentliches Kapital - sie werden
sowohl fĂŒr ihre innovativen DenkansĂ€tze als auch fĂŒr ihre ausgeprĂ€gte
VerhandlungsstÀrke geschÀtzt. Savills bietet hochprofessionellen Service zur
Erreichung der gemeinsamen Ziele und steht synonym fĂŒr eine Premiummarke und
ein qualitativ hochwertiges Serviceangebot, das Immobilien individuell
betrachtet und in strategische Beziehungen investiert.
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