Schildkröten-Übung bekämpft den modernen Handynacken
24.01.2026 - 20:52:12Die einfache “Schildkröten-Übung” wird zum Geheimtipp gegen Nackenschmerzen. Physiotherapeuten setzen sie gezielt ein, um die Folgen stundenlanger Bildschirmarbeit zu lindern. Die Methode stärkt die Halsmuskulatur und entlastet die Wirbelsäule – und gewinnt rasant an Bedeutung.
Die unterschätzte Gefahr: Was der Handynacken anrichtet
Die Ursache für die Volkskrankheit Nackenschmerz ist allgegenwärtig: das stundenlange Starren auf Smartphones und Laptops. Diese “Anteflexionshaltung” belastet die Halswirbelsäule enorm. Während der Kopf normal etwa fünf Kilogramm wiegt, wirken bei starker Neigung Kräfte von über 20 Kilogramm auf den Nacken.
Die Folge sind nicht nur schmerzhafte Verspannungen. Diese Dauerbelastung kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und langfristig zu Schäden an den Bandscheiben führen. Studien belegen einen direkten Zusammenhang zwischen der Dauer der Smartphone-Nutzung und der Stärke der Beschwerden.
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So funktioniert die Rettung für den Nacken
Die “Schildkröten-Übung”, auch “Chin Tuck” genannt, setzt genau hier an. Die Ausführung ist simpel:
* Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin.
* Ziehen Sie das Kinn gerade nach hinten, als wollten Sie ein Doppelkinn machen.
* Wichtig: Den Kopf nicht nach unten neigen, sondern horizontal nach hinten schieben.
* Die Position für einige Sekunden halten, dann lösen.
Physiotherapeuten empfehlen, diese Bewegung mehrmals täglich zu wiederholen. Sie aktiviert die tiefen Nackenmuskeln, die für die Stabilisierung der Wirbelsäule zuständig sind, und dehnt gleichzeitig die überlastete hintere Nackenmuskulatur.
Warum Experten auf aktive Übungen setzen
Aus Sicht der Biomechanik korrigiert die Schildkröten-Übung die schädliche Vorwärtshaltung des Kopfes. Für Therapeuten sind solche aktiven Übungen langfristig wirksamer als passive Massagen, weil sie die muskuläre Ursache des Problems angehen.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der “Chin Tuck” die tiefen Nackenbeuger effektiver aktiviert als andere Übungen. Wegen ihrer einfachen Durchführbarkeit eignet sie sich perfekt als “Ausgleichsgymnastik” für den Arbeitsalltag.
Ein Trend zu mehr Eigenverantwortung
Die wachsende Beliebtheit der Übung spiegelt einen größeren Trend wider: den hin zu einfachen, präventiven Selbsthilfe-Maßnahmen. Angesichts hoher Kosten durch muskuloskelettale Erkrankungen gewinnen solche niederschwelligen Lösungen an Bedeutung.
Unternehmen bauen sie zunehmend als “Movement Snacks” – kurze Bewegungspausen – in ihre Gesundheitsprogramme ein. Die Schildkröten-Übung befähigt jeden Einzelnen, aktiv gegen eine der häufigsten Beschwerden der digitalen Welt vorzugehen.
Die Zukunft: Digitale Erinnerung für eine gesunde Haltung
Der Blick nach vorn zeigt: Übungen wie diese werden noch wichtiger. Gesundheits-Apps erinnern bereits heute an regelmäßige Haltungswechsel. Denkbar sind auch intelligente Arbeitsplätze, die Fehlhaltungen per Sensor erkennen und zur Korrektur auffordern.
Langfristig könnte die feste Integration solcher Übungen in die tägliche Routine die Zahl chronischer Nackenschmerzen deutlich senken. Die Schildkröten-Übung ist damit mehr als eine Gymnastik – sie steht für einen bewussteren Umgang mit den körperlichen Herausforderungen des digitalen Zeitalters.
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