EU-Analyse sagt weiter schwierige Zeiten fĂŒr Ostseefischer vorher
07.06.2024 - 16:17:46 | dpa.de"Die Kommission wird weiterhin MaĂnahmen ergreifen, um den verschiedenen Belastungen der FischbestĂ€nde entgegenzuwirken", teilte die BrĂŒsseler Behörde am Freitag mit. Schon jetzt dĂŒrfen vier von zehn BestĂ€nden in der Ostsee nicht gezielt, sondern nur als Beifang im Netz landen.
"Die Ostsee ist heute vielfĂ€ltigen Belastungen ausgesetzt, die zu einem RĂŒckgang der Artenvielfalt gefĂŒhrt haben", heiĂt es in einem Papier der EU-Kommission. So gelangten etwa zu viele NĂ€hrstoffe in das Meer und es gebe eine anhaltend hohe Belastung auch durch andere Schadstoffe. "Dies ist zum Teil auf die Nichtumsetzung der EU-Rechtsvorschriften zurĂŒckzufĂŒhren."
Derzeit werde erforscht, ob der Einsatz von Muscheln die NĂ€hrstoffbelastung rĂŒckgĂ€ngig machen könnte. So sollen sauerstoffarme sogenannte tote Zonen wiederhergestellt werden. Wenn zu viele NĂ€hrstoffe, etwa durch EintrĂ€ge aus der Landwirtschaft, in GewĂ€sser gelangen, kann das dazu fĂŒhren, dass Ăkosysteme aus dem Gleichgewicht geraten.
Die Kommission erarbeitet jedes Jahr VorschlĂ€ge, wie viel Fisch aus EU-Meeren gefangen werden darf. Mit der Begrenzung soll verhindert werden, dass ganze BestĂ€nde kollabieren. Dabei beachtet die Kommission auch die EinschĂ€tzung des Internationalen Rats fĂŒr Meeresforschung (ICES). Dieser untersucht anhand wissenschaftlicher Kriterien, wie viel Fisch gefangen werden kann, ohne dass ein Bestand komplett zusammenbricht. In dem Rat haben sich 20 LĂ€nder zusammengeschlossen - auch Deutschland.
Final beschlossen werden diese Mengen dann von den Fischereiministerinnen und -ministern der EU-Staaten - fĂŒr Deutschland sitzt Cem Ăzdemir (GrĂŒne) am Verhandlungstisch. Dabei sind die LĂ€nder nicht fest daran gebunden, welche wissenschaftlichen Empfehlungen gemacht wurden. RegelmĂ€Ăig beschlieĂen sie Fangmengen, die ĂŒber den Empfehlungen liegen.
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