Marode HĂ€fen: Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister fordert mehr Geld vom Bund
29.04.2026 - 06:34:34 | dpa.deNationalen Maritimen Konferenz (NMK) mehr UnterstĂŒtzung der Bundesregierung fĂŒr die HĂ€fen. "Es ist allen klar, dass es in den HĂ€fen seit vielen Jahren einen Modernisierungsstau gibt", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen im niedersĂ€chsischen Emden. "Da brauchen wir unglaublich viel Geld. Das ist nicht anders als bei Schienen, StraĂen und BrĂŒcken."
Die Bundesregierung berĂ€t in Emden von heute (14.40 Uhr) an mit Vertretern von WirtschaftsverbĂ€nden, Unternehmen, Gewerkschaften und Behörden ĂŒber die strategische Ausrichtung ihrer maritimen Politik. Dazu werden rund 800 GĂ€ste erwartet - darunter Bundesminister, MinisterprĂ€sidenten und Kanzler Friedrich Merz (CDU).
Der Druck auf die maritime Infrastruktur nehme seit Jahren zu, sagte Madsen. "Schwerlast-Kaianlagen sind in die Jahre gekommen." Die Bundeshilfen fĂŒr die norddeutschen HĂ€fen betrĂŒgen aber nur 38 Millionen Euro pro Jahr. Diese Summe habe sich seit 2005 nicht erhöht. "Das sind fĂŒr Schleswig-Holstein zwei Millionen. Jeder, der etwas von HĂ€fen versteht, weiĂ, dass man davon keine neuen Schwerlast-Kaianlagen bauen kann." Vielerorts mĂŒssten Anlagen in den HĂ€fen instand gesetzt werden.
Madsen verwies auf die verĂ€nderte Sicherheitslage und die RĂŒckholung stillgelegter BundeswehrflĂ€chen. "Die maritime Industrie steht derzeit vor Wahnsinnsherausforderungen." Seine Erwartung an die schwarz-rote Bundesregierung sei eine "vernĂŒnftige Ausfinanzierung der deutschen SeehĂ€fen". Diese seien wichtig fĂŒr das deutsche Wirtschaftswachstum. "Deshalb sollte man dort auch investieren."
"Ich möchte nicht wissen, was in SĂŒddeutschland los ist, wenn wir die HĂ€fen fĂŒr einen Monat schlieĂen", sagte Madsen. Der Minister hofft auf Impulse auf der Konferenz. "Man darf aber nicht erwarten, dass Merz seinen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mitbringt und sagt: Wir haben die Lösung, es gibt jetzt 500 Millionen Euro. Das wĂ€re naiv."
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