ROUNDUP, Schnee

Schnee und Eis beherrschen den Alltag in Teilen Europas

08.01.2026 - 16:35:28

Schnee, GlĂ€tte und klirrende KĂ€lte: Wie in Deutschland fĂŒhrt auch in vielen anderen Teilen Europas das eisige Winterwetter zu EinschrĂ€nkungen.

Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt zudem vor dem nĂ€chsten Sturmtief, das Schnee und teils gefĂ€hrliche StĂŒrme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit EinschrĂ€nkungen auslösen soll.

FĂŒr die Gebiete Cornwall und die Scilly-Inseln im SĂŒdwesten Englands gab das Met Office sogar die Warnstufe Rot aus. Demnach droht durch den Sturm, den britische Medien als "Wetter-Bombe" bezeichnen, Lebensgefahr.

Frankreich wappnet sich

Auch Frankreich rĂŒstet sich fĂŒr das Sturmtief "Goretti", das mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend ĂŒber den Nordwesten des Landes hinwegziehen sollte.

FĂŒr 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange erlassen, fĂŒr die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu AusfĂ€llen im Bahnverkehr.

Die erwarteten spektakulĂ€ren Sturmwellen an der KĂŒste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusĂ€tzlichen Reservierungen, berichtete der Sender BFMTV.

In Schweden bescherte der Schnee vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und ZĂŒge still.

Haushalte ohne Strom

Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In SĂŒdosteuropa verursachten Schnee und vereiste Straßen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und StromausfĂ€lle. In RumĂ€nien sind rund 11.000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt StromausfĂ€lle.

Im SĂŒdosten Bulgariens machen indes Überschwemmungen nach starken RegenfĂ€llen den Menschen zu schaffen. Berichte ĂŒber Verletzte oder Tote gab es zunĂ€chst nicht.

Eisig ist es auch in Tschechien: In Prag lag die Tiefsttemperatur bei minus 10,8 Grad Celsius. In den Skigebieten im Erzgebirge und im Riesengebirge freuten sich Wintersportler ĂŒber ausgezeichnete Bedingungen.

Gute Aussichten fĂŒr Wintersportler

In den österreichischen Alpen erwarten die Meteorologen in den nÀchsten Tagen 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Vereinzelt könnte es auch ein halber Meter werden, so ein Experte des Wetterdienstes Geosphere Austria.

@ dpa.de