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AKTIEN IM FOKUS: EnttÀuschende Tesla-Zahlen ziehen Autosektor nach unten

25.01.2024 - 11:53:32 | dpa.de

Schwache Quartalszahlen und ein trister GeschÀftsausblick des Elektroautoherstellers Tesla US88160R1014 haben am Donnerstag den Autosektor belastet.

Im europaweiten Vergleich war die Branche der grĂ¶ĂŸte Verlierer mit einem Abschlag von 1,0 Prozent fĂŒr den Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts EU0009658681.

Im Dax DE0008469008 gehörten die Aktien von Volkswagen DE0007664039, BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000 und der Porsche AG DE000PAG9113 mit Verlusten zwischen 0,8 und 1,5 Prozent zu den schwÀchsten Werten. Die Anteilsscheine von Tesla sackten im vorbörslichen US-Handel zuletzt um 7,5 Prozent ab.

Das rasante Wachstum des E-Autobauers flaut ab. Mit den Finanzkennziffern fĂŒr das abgelaufene Quartal verfehlte Tesla die Erwartungen der Experten. Ein Absatzziel fĂŒr dieses Jahr gab es nicht, aber das EingestĂ€ndnis, dass die Auslieferungen merklich langsamer wachsen werden.

Jefferies-Analyst Philippe Houchois geht davon aus, dass ein sich abschwĂ€chendes Wachstum bis 2026 Druck auf die KonsensschĂ€tzungen ausĂŒben wird. Analyst Joseph Spak von der Schweizer Bank UBS sieht wenig GrĂŒnde, warum Investoren neue Positionen aufbauen oder bestehende aufstocken sollten. Die Tesla-Papiere sieht er in der NĂ€he des aktuellen Preisniveaus auf Konsolidierungskurs. Sie haben seit Jahresanfang gemessen am Vortagesschlusskurs an der Nasdaq schon gut 16 Prozent verloren.

Firmenchef Elon Musk zeichnet gleichwohl ein rosiges Bild von der Zukunft: Tesla sei nur zwischen zwei Wachstumswellen, entwickele ein "revolutionÀres" Produktionssystem und könne zum wertvollsten Unternehmen der Welt werden. Die Anleger beeindruckte das aber nicht.

Im November und Dezember 2023 war die Branche noch von der Aussicht auf bald wieder sinkende Leitzinsen beflĂŒgelt worden. Niedrigere Zinsen fördern die AutoverkĂ€ufe der Hersteller, denn viele Fahrzeuge werden auf Kredit erworben. Vom Zwischentief Ende Oktober 2023 hatte der europĂ€ische Subindex fĂŒr die Autobranche bis Mitte Dezember fast ein FĂŒnftel hinzugewonnen.

Doch seitdem ist die Luft raus. Im bisherigen Jahresverlauf bĂŒĂŸte der Sektor rund fĂŒnf Prozent an Wert ein und entwickelte sich damit schlechter als die meisten anderen Branchen der Stoxx-600-Übersicht. BefĂŒrchtungen am Markt, dass die optimistischen Zinssenkungserwartungen an die Notenbanken ĂŒberzogen seien, belasteten zuletzt. Auch die Aussicht auf den Wegfall des E-Auto-Sonderbonus in Deutschland dĂŒrfte die Gunst der Anleger fĂŒr den Sektor gedĂ€mpft haben.

Hinzu kommt die immer grĂ¶ĂŸere Konkurrenz durch chinesische E-Autobauer, gegen die die EU zuletzt eine Anti-SubventionsprĂŒfung eingeleitet hatte.

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