ICE prallt in Hamburg gegen Lkw - ein Toter, elf Verletzte
11.02.2025 - 18:04:30Dabei wurde ein Fahrgast so schwer verletzt, dass er wenig gestorben ist, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Der Passagier war zunÀchst am Unfallort noch wiederbelebt worden. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelte, konnte der Sprecher zunÀchst sagen.
Elf weitere Menschen verletzt, darunter ein Schwerverletzter
Bei dem ZugunglĂŒck im Hamburger Stadtteil Rönneburg sind zudem ein Mensch schwer und zehn weitere leicht verletzt worden. Die Wucht des Aufpralls war dabei so groĂ, dass vor allem in den vorderen Wagen die Fensterscheiben zerbrachen, wie eine Augenzeugin der dpa beschrieb.
Der plötzlichen Vollbremsung des ICE sei unmittelbar der harte ZusammenstoĂ gefolgt, sagte die Frau, die auch als Ersthelferin einem der Schwerverletzten geholfen hatte. Viele FahrgĂ€ste hĂ€tten sich schnell um andere gekĂŒmmert und geschaut, dass es allen gut gehe, sagte sie weiter. Panik habe es nicht gegeben.
269 Menschen unverletzt, Zug Stunden spÀter evakuiert
Der Feuerwehr zufolge sind die ĂŒbrigen 269 Menschen an Bord des Fernzuges unverletzt geblieben. Der ICE war auf dem Weg von Hamburg nach MĂŒnchen. Die Passagiere mussten zunĂ€chst noch einige Zeit in dem Unfallzug bleiben. Etwa zwei bis drei Stunden nach dem Unfall wurde der Fernzug evakuiert und die FahrgĂ€ste konnten mit Bussen nach Harburg gebracht werden, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge mit rund 80 MĂ€nnern und Frauen im Einsatz. Die Bahn hatte zudem mehrere Mitarbeitende aus dem Notfallmanagement zur Unfallstelle geschickt, um die RettungskrĂ€fte zu unterstĂŒtzen und die Reisenden zu versorgen und zu betreuen. Die Bundespolizei ermittelt zu dem Unfall.
Ladung des Lastwagens entlang der Strecke verteilt
Warum es zu dem Unfall an dem BahnĂŒbergang kam, ist noch unklar. Der Lastwagen hatte ersten Erkenntnissen zufolge wohl Bahnschienen geladen. Die Ladung verteilte sich bei der Kollision weit entlang des Unfallortes.
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz in Niedersachsen wurde gesperrt. Die Auswirkungen fĂŒr Reisende im Fernverkehr seien jedoch gering, sagte eine Bahnsprecherin. Die ZĂŒge werden ihren Angaben zufolge umgeleitet. Es komme zu VerspĂ€tungen von etwa 15 Minuten.
Hamburgs Innensenator dankt EinsatzkrÀften
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) dankte nach dem UnglĂŒck unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen den EinsatzkrĂ€ften von Polizei und Feuerwehr aus Hamburg und dem Umland, "die diesen schwierigen Einsatz hochprofessionell bewĂ€ltigen und eine schnelle Versorgung der Verletzten sicherstellen". Seine Gedanken seien bei den Angehörigen des Toten und den weiteren Verletzten, denen er eine schnelle und vollstĂ€ndige Genesung wĂŒnschte.

