Schallschutzprogramm, BER

Schallschutzprogramm des BER lÀuft ab

03.11.2025 - 10:38:41

Seit mehr als 20 Jahren nimmt der Flughafen Berlin-Brandenburg AntrĂ€ge fĂŒr das Schallschutzprogramm fĂŒr Anwohner entgegen - doch an diesem Dienstag endet die Antragsfrist.

Wer sich bis zum 4. November nicht mehr mit einem vollstĂ€ndigen Antrag meldet, hat seine Chance auf finanzielle UnterstĂŒtzung vertan.

Das Schallschutzprogramm wurde aufgrund des Ausbaus des frĂŒheren Flughafens Schönefeld zum heutigen Flughafen Berlin-Brandenburg aufgelegt. Es ist bereits im Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau von Sommer 2004 hinterlegt.

Das Schallschutz- und EntschĂ€digungsgebiet erstreckt sich ĂŒber etwa 40 Kilometer Breite von Ludwigsfelde im Westen bis nach Gosen im Osten. Anspruch auf Schallschutz besteht fĂŒr rund 26.500 Haushalte.

Flughafen zahlte rund 466 Millionen Euro fĂŒr Schallschutz

Wie die Flughafengesellschaft mitteilte, wurden bis September dieses Jahres AntrĂ€ge fĂŒr rund 22.800 Haushalte eingereicht. 22.161 AntrĂ€ge sind bearbeitet - das heißt, die EigentĂŒmerinnen und EigentĂŒmer haben die erforderlichen Unterlagen zur Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen beziehungsweise zum Erhalt einer EntschĂ€digungszahlung erhalten oder es wurde festgestellt, dass kein Schallschutz notwendig ist.

In mehr als 5.200 Haushalten wurde den Angaben zufolge bislang Schallschutz eingebaut oder es wurden individuelle Sonderlösungen gefunden, in 8.100 Haushalten ist die Umsetzung noch offen. Zudem wurde gut 7.700 Haushalten eine EntschĂ€digung zugesagt. "Bisher hat die Flughafengesellschaft rund 466 Millionen Euro fĂŒr Schallschutzmaßnahmen ausgegeben", teilte eine Sprecherin mit.

Seit Oktober wieder mehr AntrÀge eingegangen

In den vergangenen beiden Jahren erreichten die Flughafengesellschaft nur noch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenige AntrĂ€ge. "Mit den 15 AntrĂ€gen aus dem September gingen seit Anfang des Jahres insgesamt 102 AntrĂ€ge bei uns ein", teilte die Sprecherin mit. Seit Oktober sei aber ein sehr deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Darunter seien auch unvollstĂ€ndige AntrĂ€ge, die von der Flughafengesellschaft nicht bearbeitet werden.

@ dpa.de