ServiceNow, Aktie

ServiceNow Aktie: Anhaltende Dämpfer!

02.02.2026 - 15:27:33

Trotz überzeugender Quartalszahlen und eines neuen Aktienrückkaufs verliert die ServiceNow-Aktie deutlich. Die Sorge vor KI-bedingten Marktveränderungen dominiert das Anlegerverhalten.

Starke Quartalszahlen und ein neues, massives Aktienrückkaufprogramm reichen derzeit nicht aus, um die Anleger zu beruhigen. Obwohl ServiceNow die Erwartungen der Wall Street übertraf, steht das Papier unter erheblichem Verkaufsdruck. Die tiefsitzende Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf klassische Softwaremodelle wiegt aktuell schwerer als operative Erfolge.

Solide Bilanz trifft auf Sektorsorgen

Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 lesen sich auf den ersten Blick positiv. Mit einem Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 92 Cent pro Aktie ließ das Unternehmen die Prognosen der Analysten hinter sich. Besonders das Wachstum der Abonnementserlöse um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr unterstreicht, dass das Kerngeschäft intakt ist. Als klares Signal der Zuversicht genehmigte der Vorstand zudem weitere fünf Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe.

Dennoch reagiert der Markt nervös. Seit Jahresbeginn 2026 hat die Aktie rund 24 Prozent an Wert verloren und notiert nur noch bei etwa 117 US-Dollar. Der Kursrutsch spiegelt eine breitere Verunsicherung im Softwaresektor wider: Investoren fürchten, dass generative KI bestehende Geschäftsmodelle langfristig nicht nur ergänzt, sondern disruptiert. Trotz einer Marktkapitalisierung von 123 Milliarden US-Dollar kann sich ServiceNow diesem negativen Sentiment momentan nicht entziehen.

Flucht nach vorn: KI-Partnerschaften und Zukäufe

Das Management begegnet diesen strukturellen Sorgen mit einer aggressiven Expansionsstrategie. Binnen kurzer Zeit verkündete der Konzern Partnerschaften mit den KI-Schwergewichten Anthropic und OpenAI. Ziel ist es, sich als zentrale „KI-Plattform“ für Unternehmen zu positionieren, statt vom technologischen Wandel überrollt zu werden.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Parallel dazu treibt ServiceNow das anorganische Wachstum voran. Nach der Übernahme von Moveworks für rund drei Milliarden US-Dollar sorgte im Dezember die Ankündigung des 7,75-Milliarden-Dollar-Deals für die Sicherheitsfirma Armis für Aufsehen. Finanzchefin Gina Mastantuono trat Bedenken entgegen, das Unternehmen kaufe sich Wachstum nur teuer ein. Gegenüber CNBC betonte sie, die Akquisitionen seien keine Abkehr vom organischen Wachstum, sondern dienten dessen Beschleunigung.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt ServiceNow Abonnementserlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Ob diese Prognose und die integrierte KI-Strategie ausreichen, um das Vertrauen der Wall Street zurückzugewinnen, wird sich spätestens am 22. April 2026 zeigen. Dann muss das Management bei der nächsten Quartalsvorlage beweisen, dass die hohen Investitionen in KI und Zukäufe tatsächlich früchte tragen und den Aktienkurs stabilisieren können.

Anzeige

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | US81762P1021 SERVICENOW