Shell Aktie: Hormus-Schock treibt Erwartungen
03.04.2026 - 08:37:36 | boerse-global.deDie Schließung der Straße von Hormus hat die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt und den Ölpreis massiv in die Höhe getrieben. Genau in diesem extrem volatilen Umfeld legt Shell am 8. April sein Update zum ersten Quartal vor. Anleger erhoffen sich nun Klarheit darüber, wie stark der britische Energiekonzern von der aktuellen geopolitischen Eskalation profitiert.
Geopolitik als Gewinntreiber
Verantwortlich für die hohen Erwartungen ist in erster Linie die angespannte Lage im Nahen Osten. Die Blockade der wichtigen Seehandelsroute durch den Iran hat rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung unterbrochen. Infolgedessen kletterte der Preis für Brent-Rohöl zuletzt deutlich über die Marke von 100 US-Dollar. Analysten gehen davon aus, dass Shell diese Preisrallye in einen soliden Gewinnzuwachs ummünzen kann. Der Konsens rechnet für das Auftaktquartal mit einem Ergebnis je Aktie von etwa 98 US-Cent, was einem Anstieg von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Diese Aussichten spiegeln sich deutlich im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier bereits ein Plus von 25,02 Prozent und notierte am Donnerstag bei 40,22 Euro. Damit bewegt sich der Titel nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch. Ein starkes Signal wird auch deshalb erwartet, weil Shell im Vorquartal die Markterwartungen leicht verfehlt hatte.
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Aktienrückkäufe und Marktprognosen
Neben dem starken operativen Umfeld stützt das laufende Aktienrückkaufprogramm die Notierung. Bis zum 1. Mai will das Management eigene Anteile im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar erwerben. Es ist bereits das siebzehnte Quartal in Folge, in dem Shell mindestens drei Milliarden Dollar an seine Aktionäre zurückfließen lässt.
Allerdings bleibt das Marktumfeld mittelfristig unberechenbar. Die US-Energiebehörde EIA rechnet zwar kurzfristig mit anhaltend hohen Preisen und einer geopolitischen Risikoprämie. Im weiteren Jahresverlauf prognostizieren die Experten jedoch einen Rückgang der Ölnotierungen auf unter 80 Dollar im dritten Quartal, da die globale Produktion den Verbrauch voraussichtlich übersteigen wird. Umso wichtiger wird für Shell die Performance in der integrierten Gas- und LNG-Sparte sein. Gerade in Phasen starker Marktverwerfungen konnte der konzerneigene Handelsbereich in der Vergangenheit oft überdurchschnittliche Margen erzielen.
Am 8. April müssen die konkreten Zahlen belegen, ob der Ölpreisanstieg die eingepreisten Gewinnerwartungen tatsächlich erfüllt. Gleichzeitig wird das Update Aufschluss darüber geben, wie das Management seine Investitionen bei einem geplanten Kapitalaufwand von 20 bis 22 Milliarden US-Dollar zwischen dem traditionellen Ölgeschäft und den Erneuerbaren Energien ausbalanciert.
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