Shell, Aktie

Shell Aktie: Jiffy Lube verkauft

11.03.2026 - 01:35:13 | boerse-global.de

Shell trennt sich von seinem Autoservice-Netzwerk Jiffy Lube und konzentriert sich auf Energie und Schmierstoffe. Die Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Hoch.

Shell Aktie: Jiffy Lube verkauft - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Shell Aktie: Jiffy Lube verkauft - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Shell trennt sich von Jiffy Lube International – fĂŒr 1,3 Milliarden Dollar. Der Verkauf an Monomoy Capital Partners ist Teil einer klaren Strategie: Weg von operativ aufwendigen EinzelhandelsgeschĂ€ften, hin zu den Kernbereichen Energie und Schmierstoffe. Die Aktie erreichte heute ein neues 52-Wochen-Hoch.

Der Deal im Detail

KĂ€ufer ist ein Tochterunternehmen von Monomoy Capital Partners. Das Paket umfasst die Jiffy-Lube-Marke mit ĂŒber 2.000 Servicezentren in den USA sowie Premium Velocity Auto (PVA), den zweitgrĂ¶ĂŸten Jiffy-Lube-Franchisenehmer mit mehr als 360 Standorten in 20 US-Bundesstaaten.

Jiffy Lube steht fĂŒr rund 6,5 Prozent von Shells gesamtem Schmierstoffvolumen in den USA und Kanada – kein unbedeutender Anteil. Doch Shell sichert sich dieses Volumen auch nach dem Verkauf: Ein langfristiger Liefervertrag stellt sicher, dass Jiffy-Lube-Standorte weiterhin Shell-Produkte verwenden. Die Marken Pennzoil, Quaker State und Rotella bleiben vollstĂ€ndig im Konzern.

Der Abschluss der Transaktion wird fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.

RĂŒckenwind aus mehreren Richtungen

Die Kursperformance der Shell-Aktie spiegelt mehr als nur diesen einen Deal wider. Neben der Jiffy-Lube-Transaktion lĂ€uft ein aktives AktienrĂŒckkaufprogramm, das seit dem 5. Februar 2026 in Kraft ist. Morgan Stanley fĂŒhrt die KĂ€ufe bis zum 1. Mai 2026 eigenstĂ€ndig an mehreren europĂ€ischen HandelsplĂ€tzen durch.

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ZusĂ€tzlich sorgt das geopolitische Umfeld fĂŒr RĂŒckenwind. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat zu einer Blockade der Straße von Hormus gefĂŒhrt – durch die rund 20 Prozent des weltweiten Rohöl- und LNG-Transports fließen. JPMorgan empfiehlt Anlegern vor diesem Hintergrund europĂ€ische Öl- und Gasaktien wie Shell und TotalEnergies. Goldman Sachs bekrĂ€ftigte innerhalb der vergangenen 24 Stunden sein Kaufurteil fĂŒr Shell.

Ausblick auf das zweite Halbjahr

Shell plant fĂŒr 2026 Investitionsausgaben zwischen 20 und 22 Milliarden Dollar und will 40 bis 50 Prozent des operativen Cashflows an AktionĂ€re ausschĂŒtten. Die 1,3 Milliarden Dollar aus dem Jiffy-Lube-Verkauf werden ein wesentlicher Faktor in der Kapitalplanung fĂŒr das zweite Halbjahr sein – sobald die Regulierungsbehörden grĂŒnes Licht geben. Den nĂ€chsten Finanzbericht legt Shell am 1. Mai 2026 vor.

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