Shell, Aktie

Shell Aktie: Milliardenrisiko droht

28.01.2026 - 11:18:31

Shell droht eine Schiedsgerichtsentscheidung von bis zu 4 Milliarden Dollar, setzt aber parallel sein Aktienrückkaufprogramm fort und strafft die Konzernführung.

Shell steht vor einer kostspieligen juristischen Niederlage in Kasachstan. Ein Schiedsgericht hat gegen den Konzern und seine Partner im Streit um das Karachaganak-Ölfeld entschieden. Die mögliche Belastung: bis zu 4 Milliarden Dollar. Gleichzeitig kauft Shell weiter eigene Aktien zurück und streicht Führungspositionen – ein Spagat zwischen Risikomanagement und Kapitalrückfluss.

Schiedsgericht fordert Milliarden

Das Urteil trifft Shell zur Unzeit. Zusammen mit dem italienischen Partner Eni muss der Konzern mit einer Zahlung zwischen 2 und 4 Milliarden Dollar rechnen. Der Streit dreht sich um die Kostenerstattung beim Betrieb des Karachaganak-Feldes in Zentralasien. Für Shell bedeutet das eine erhebliche Sonderbelastung, die kurz vor der Bilanzvorlage am 5. Februar 2026 ins Gewicht fallen könnte.

Trotz dieser Altlast zeigt sich die operative Seite durchwachsen. Während die Öl- und Gasförderung im vierten Quartal 2025 zulegte, schwächeln Chemie- und Handelssparten. Positiv stimmt hingegen Westafrika: Nigeria hat neue Anreize für das Bonga-Südwest-Tiefseeprojekt genehmigt – ein Schritt, der langfristig zusätzliche Reserven erschließen könnte.

Rückkäufe laufen weiter

Ungeachtet der juristischen Belastung hält Shell an seiner Aktionärspolitik fest. Am 27. Januar 2026 kaufte der Konzern über 1,3 Millionen eigene Aktien an der Londoner Börse und Euronext Amsterdam zurück – zur Einziehung bestimmt. Diese Maßnahme stützt den Kurs technisch, auch wenn die Schlagzeilen negativ ausfallen.

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An der NYSE legte die Aktie am selben Tag um 3 Prozent auf 75,45 Dollar zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 211 Milliarden Dollar. Parallel dazu verkleinert Shell sein Executive Committee. Projekte- und Technologiedirektor Robin Mooldijk verlässt den Vorstand zum 28. Februar – Teil einer Straffung der Führungsebene.

Die Kombination aus Milliardenlast und fortgesetzten Rückkäufen zeigt: Shell versucht, kurzfristige Risiken zu managen, ohne die Kapitalrückführung zu opfern. Ob diese Strategie aufgeht, hängt auch davon ab, wie stark die Chemie- und Handelsschwäche die Gesamtbilanz belastet. Die Quartalszahlen Anfang Februar werden Klarheit schaffen.

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