Kamera, Millionen

Kamera fĂŒr 7,2 Millionen Euro - Leica-Prototyp versteigert

27.06.2025 - 15:30:20 | dpa.de

Sie gehört zu den wenigen heute noch erhaltenen Prototypen der Kleinbildkamera Leica I - und ist jetzt fĂŒr 7,2 Millionen Euro bei einer Auktion versteigert worden.

Die 0-Serien-Kamera mit der Nummer 112 sei damit die "zweitteuerste Kamera aller Zeiten", sagte ein Sprecher des Auktionshauses Leitz Photographica Auction. Nach der Fertigung war das StĂŒck einst an den Erfinder der Kleinbildkamera, Oskar Barnack, ausgeliefert worden. Wem sie zuletzt gehörte und wer sie ersteigerte, wurde bisher nicht bekanntgegeben.

SchĂ€tzung weit ĂŒbertroffen

Vor der Auktion war der Wert der Kamera auf 1,5 bis 2 Millionen Euro geschĂ€tzt worden, der Startpreis lag bei 800.000 Euro. Als bislang teuerstes StĂŒck hatte im Jahr 2022 ein Exemplar der 0-Serie mit der Nummer 105 fĂŒr 14,4 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Im Jahr 1923 waren insgesamt 22 Kameras der 0-Serie produziert worden, von nur etwa der HĂ€lfte davon ist heute der Verbleib bekannt.

Die Versteigerung fand anlĂ€sslich von JubilĂ€umsfeierlichkeiten der Leica Camera AG statt. Vor 100 Jahren war bei der FrĂŒhjahrsmesse in Leipzig die erste in Serie gefertigte Kleinbildkamera vorgestellt worden. Das Unternehmen hatte im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr 2024/25 einen Umsatzrekord von annĂ€hernd 600 Millionen Euro verzeichnet und will bald ein Smartphone mit Leica-Optik auf den europĂ€ischen Markt bringen. Das JubilĂ€um feiert Leica mit Ausstellungen und weiteren Events.

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