Umstrukturierung, Deutschland

Siemens verkauft GeschÀft mit Flughafentechnik

31.10.2024 - 09:34:36

Siemens DE0007236101 verkauft sein GeschĂ€ft mit Flughafen-GepĂ€cksortieranlagen fĂŒr 300 Millionen Euro an den japanischen Toyota JP3633400001-Konzern.

Die Tochtergesellschaft Siemens Logistics mit 2.500 Mitarbeitern und Hauptsitz in NĂŒrnberg hat nach Angaben des MĂŒnchner Konzerns eine fĂŒhrende Position in ihrem Markt und ist profitabel. Doch will der Konzern sein "Portfolio als fĂŒhrendes Technologieunternehmen" schĂ€rfen, wie es in der Mitteilung hieß. Vollzogen werden soll der Verkauf im nĂ€chsten Jahr.

Siemens Logistics hat Standorte in 25 LĂ€ndern, am Hauptsitz in NĂŒrnberg arbeiten gut 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat nach Siemens-Angaben einen Jahresumsatz von etwa 550 Millionen Euro, zu den Kunden zĂ€hlen laut Mitteilung namhafte FlughĂ€fen und Fluggesellschaften. KĂ€ufer ist die Toyota-Tochter Vanderlande, ein Hersteller von Automatisierungstechnik fĂŒr Lager, FlughĂ€fen und Paketdienste. Siemens Logistics war als sogenannte "Portfolio-Gesellschaft" seit lĂ€ngerem fĂŒr den Verkauf vorgesehen. Zu diesen Firmen gehörte auch der Elektromotorenhersteller Innomotics, den Siemens im Mai abgestoßen hatte.

Der MĂŒnchner Dax DE0008469008-Konzern hat im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte einen großen Teil seiner einstigen Industrieproduktion - von Computertechnik ĂŒber Telefontechnik bis zu Kraftwerksturbinen -in separate börsennotierte Gesellschaften ausgegliedert oder ganz verkauft und stattdessen das GeschĂ€ft mit Industriesoftware durch ZukĂ€ufe stark ausgebaut. Erst am Mittwoch hatte Siemens die Übernahme des US-Softwareunternehmens Altair Engineering fĂŒr rund 10 Milliarden Dollar bekanntgegeben.

@ dpa.de | DE0007236101 UMSTRUKTURIERUNG