Siemens Energy Aktie: Siemens AG-Abgang besiegelt!
17.04.2026 - 14:16:55 | boerse-global.deVier Jahre nach dem Börsengang ist die Trennung vollzogen. Die Siemens AG hat ihren Anteil an Siemens Energy von knapp 15 Prozent auf 5,5 Prozent zusammengestrichen â ein Paketverkauf im Volumen von rund 3,8 Milliarden Euro. Was wie ein rein struktureller Schritt klingt, verĂ€ndert die AktionĂ€rsbasis fundamental.
Der erhöhte Streubesitz schafft mehr HandelsliquiditĂ€t â und zieht neue Investoren an. J.P. Morgan reagierte bereits: Die US-Bank hob ihr Kursziel von 160 auf 200 Euro an und verwies auf die verbesserte Margenentwicklung. Das ist kein kleiner Sprung.
RĂŒckkauf und Rekordauftragsbuch stĂŒtzen den Kurs
Das Management kauft parallel zur Umstrukturierung eigene Aktien zurĂŒck, und zwar konsequent. Allein zwischen dem 7. und 12. April erwarb Siemens Energy rund 1,09 Millionen Anteile. Seit Programmstart Anfang MĂ€rz wurden insgesamt 8,42 Millionen Aktien eingezogen â von einem Gesamtrahmen bis zu 2 Milliarden Euro, der bis September 2026 ausgeschöpft sein soll.
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Diese kontinuierliche Nachfrage wirkt als technische StĂŒtze. Das 52-Wochen-Hoch bei 170,92 Euro liegt bereits hinter dem Kurs. Das Allzeithoch vom Februar bei 171,65 Euro ist die nĂ€chste Marke.
Die fundamentale Basis ist bemerkenswert stark. Im ersten Quartal 2026 verdreifachte Siemens Energy den Nettogewinn auf 746 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte 146 Milliarden Euro â ein Rekord. NeuauftrĂ€ge legten um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro zu, getrieben von Gas Services und Grid Technologies. Gasturbinen-KapazitĂ€ten sind bis 2028 ausgebucht.
Gamesa bleibt das offene Kapitel
Nicht alles lĂ€uft rund. Siemens Gamesa, die Windkrafttochter, schreibt weiter rote Zahlen â wenn auch deutlich kleinere. Der operative Verlust schrumpfte im ersten Quartal auf 46 Millionen Euro, nach einem Minus von 1,36 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2025. Das Management hĂ€lt am Ziel fest, im laufenden GeschĂ€ftsjahr die Gewinnschwelle zu erreichen.
Auf der Kostenseite gibt es eine weitere Entspannung: FinanzvorstĂ€ndin Maria Ferraro erwartet fĂŒr 2026 sinkende Belastungen durch US-Importzölle. Dank 28 lokaler Produktionsstandorte in den USA sollen die Kosten im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich bleiben â unter dem Vorjahreswert von rund 200 Millionen Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch ĂŒber das Allzeithoch bei 171,65 Euro wĂŒrde den nĂ€chsten AufwĂ€rtsschub technisch freischalten.
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