Silberpreis stabilisiert sich nach 37-Prozent-Crash: Spot bei über 60 Euro – Chinesische Nachfrage stützt den Markt
26.03.2026 - 16:50:55 | ad-hoc-news.deDer Silberpreis als Rohstoff hat sich nach einem massiven Crash von rund 37 Prozent stabilisiert. Vom Höchststand bei 97,30 US-Dollar pro Unze am 2. März 2026 fiel der Preis bis zum 23. März auf unter 69 US-Dollar, markiert einen der schärfsten Rücksetzer der letzten Jahre. Für europäische Investoren notierte der Spot-Silberpreis am 24. März 2026 um 20:10 Uhr Europe/Berlin bei 60,12 Euro pro Feinunze, ein leichter Anstieg gegenüber den Vortagen.
Stand: Donnerstag, 26. März 2026, 16:50 Uhr Europe/Berlin
Der dramatische Crash und seine Ursachen
Der Silbermarkt erlebte zu Beginn März 2026 extreme Volatilität. Der Spot-Preis in US-Dollar startete bei 97,30 Dollar pro Feinunze und verlor bis zum 23. März über 37 Prozent Wert, um unter 69 Dollar zu fallen. Einige Berichte sprechen sogar von einem früheren Hoch bei 121 Dollar Ende Januar, gefolgt von einer Halbierung des Preises. Dieser Absturz wurde durch steigende Energiepreise aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten getrieben, die den Inflationsdruck erhöhten und Erwartungen an eine anhaltend restriktive Geldpolitik der Zentralbanken stärkten.
Für den Spot-Silberpreis unterscheidet sich die Dynamik klar vom COMEX/CME-Futures-Markt. Während Futures-Notierungen zwischen 31,50 und 73,98 US-Dollar schwankten, blieb der Spot in Euro milder bei rund 60 Euro, profitiert von der relativen USD-Schwäche gegenüber dem Euro. Dies macht den Markt für DACH-Investoren relevanter, da der Euro-Preis die Korrektur abmildert.
Stabilisierung durch chinesische Nachfrage
Die Stabilisierung setzt sich fort, getrieben von starkem physischen und industriellem Bedarf aus China. Zu Jahresbeginn 2026 trieb China die Nachfrage nach Silber deutlich an, was zu einem Aufschlag beim lokalen Preis gegenĂĽber dem globalen Spot-Markt fĂĽhrte. Der Solarsektor ist hier entscheidend: Silber als SchlĂĽsselrohstoff fĂĽr Photovoltaikmodule verzeichnet wachsende industrielle Nachfrage, kombiniert mit privatem Anlegerinteresse als gĂĽnstigere Gold-Alternative.
Diese Entwicklung schafft Supply-Defizite, die den Preis stützen. Trotz des Crashes bleibt der Silbermarkt strukturell knapp, was für eine Erholung spricht. Am 25. März 2026 notierte der Spot bei 61,68 Euro pro Feinunze um 20:12 Uhr, ein weiterer leichter Anstieg. Weltweit lag der Preis am 25. März um 20:25 Uhr vietnamesischer Zeit (normalisiert ca. 14:25 Uhr Europe/Berlin am 25. März) bei 73 US-Dollar pro Unze, ein Plus von 2,44 Prozent.
Unterschiede zwischen Spot, Benchmark und Futures
Es ist essenziell, Spot-Silber, LBMA-Benchmark-Kontext und COMEX-Futures zu trennen. Der Spot-Preis repräsentiert den unmittelbaren physischen Handel, notiert derzeit in Euro bei über 60 Euro pro Feinunze. Der LBMA-Benchmark, der den Fixpreis für physische Lieferungen vorgibt, zeigt ähnliche Stabilisierungstendenzen, wenngleich spezifische Fixings nicht in den jüngsten Daten detailliert sind. COMEX-Futures hingegen schwanken stärker: Mai-Futures stiegen um 5,15 Prozent auf 73,14 US-Dollar, was auf spekulative Positionierung hinweist.
Divergenzen zwischen diesen Märkten entstehen durch Basis-Handel, ETF-Flows und Lagerbestände. Aktuell stützen physische Defizite den Spot, während Futures von USD-Bewegungen abhängen. Für europäische Investoren ist der Euro-Spot-Preis direkter relevant, da er Währungseffekte einpreist.
Makro-Trigger: USD-Schwäche und Zinsentwicklungen
Neben der chinesischen Nachfrage wirken makroökonomische Faktoren. Eine Abschwächung des US-Dollars und rückläufige Renditen von US-Staatsanleihen Mitte der Woche stützten den Silberpreis. Silber korreliert invers mit dem Dollar: Ein schwächerer USD macht das Rohstoff teurer für ausländische Käufer und erhöht die Attraktivität als Inflationsschutz.
Hohe Inflationsraten und niedrige Zinsen treiben Anleger in Sachwerte wie Silber, das als Wertspeicher dient. Geopolitische Entspannungssignale, wie US-Druck auf Verhandlungen mit Iran, reduzieren Risikoaversion und unterstĂĽtzen den Preisanstieg. Diese Transmission wirkt direkt auf den Silbermarkt, da Risiko-Off-Assets wie Silber von Safe-Haven-Nachfrage profitieren.
Ausblick und Prognosen
Banken wie BMO bleiben positiv: Der durchschnittliche Silberpreis wird im Q3 2026 bei 70,60 US-Dollar und im Q4 bei 68,10 US-Dollar erwartet, trotz höherer Volatilität. Der 37-Prozent-Crash wird als Kaufchance gesehen, da fundamentale Treiber wie Solar-Nachfrage und Defizite intakt sind. Für DACH-Investoren bietet der stabilisierte Euro-Spot-Preis Einstiegschancen, insbesondere bei anhaltender ECB-Lockerung.
Risiken umfassen renewed USD-Stärke oder Energiepreisschocks. Dennoch deutet die Stabilisierung auf einen Boden hin. Am 26. März 2026 zeigten lokale Märkte in Asien intraday-Rückgänge nach starkem Start, was Volatilität unterstreicht.
Europäische Perspektive für DACH-Investoren
In Europa mildert der starke Euro den Crash: Statt 37 Prozent Verlust in USD sind es weniger in Euro. Deutsche und österreichische Investoren profitieren von industrieller Nachfrage in der Automobil- und Solarbranche. Physische Silberbarren oder ETCs werden attraktiver bei Inflationsängsten. Der Markt bleibt volatil, doch die Stabilisierung signalisiert Erholungspotenzial.
Der LBMA-Kontext gewinnt für europäische Lieferketten an Relevanz, da Benchmark-Preise physische Verträge beeinflussen. COMEX-Futures dienen als Leading-Indikator, aber Spot dominiert den physischen Handel.
WeiterfĂĽhrende Quellen
Ad-hoc-News: Silberpreis stabilisiert sich
Goldinvest: Silber-Crash als Chance
Finanzmarktwelt: Chinas Nachfrage leert Märkte
Tixio: Silberpreis am 25.03.2026
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Rohstoffe und Finanzinstrumente sind volatil.
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