Slack: KI-Bot für Business-Kunden startet durch
26.01.2026 - 16:24:12Slack stattet seine Premium-Kunden mit einem neu entwickelten, kontextbewussten KI-Assistenten aus. Das Ziel: die Produktivität im digitalen Arbeitsalltag deutlich steigern.
Der Messaging-Dienst Slack hat die Auslieferung seines komplett überarbeiteten KI-gesteuerten Slackbots an alle Kunden der Premium-Tarife Business+ und Enterprise+ begonnen. Der schrittweise Rollout in diesem Januar soll Unternehmen einen intelligenten persönlichen Assistenten an die Hand geben, der Abläufe optimiert, kritische Informationen aufspürt und manuelle Suchzeiten drastisch reduziert. Für Slack, ein Unternehmen im Salesforce-Verbund, ist dies ein zentraler Schritt, um Künstliche Intelligenzung zum Kernstück seiner Kollaborationsplattform zu machen.
Vom Bot zum intelligenten Arbeitspartner
Der neue Slackbot hat mit den einfachen Benachrichtigungsfunktionen seines Vorgängers kaum noch etwas gemein. Er agiert nun als lernfähiger Agent, der die einzigartigen Kommunikationsmuster, Projekte und internen Diskussionen innerhalb eines „Workspace“ analysiert. Dank dieses tiefen Kontextverständnisses liefert der Bot hochgradig personalisierte und relevante Einblicke. Er adressiert damit ein verbreitetes Problem digitaler Wissensarbeiter: die richtige Information im entscheidenden Moment zu finden.
Viele Wissensarbeiter verlieren täglich Zeit mit Suchen, Zusammenfassungen und Koordination — Slack nennt intern sogar eine durchschnittliche Ersparnis von 97 Minuten pro Woche. Wer solche Zeitgewinne tatsächlich nutzen will, profitiert von strukturierten Methoden: Das kostenlose E‑Book „7 Methoden für ein effektives Zeit- und Aufgabenmanagement“ zeigt bewährte Techniken (Pareto, ALPEN, Pomodoro u.v.m.), mit denen Sie Prioritäten setzen, Entscheidungen beschleunigen und die tägliche Arbeit fokussierter erledigen. Ideal als Ergänzung zu KI‑Tools, damit die gewonnene Zeit wirklich produktiv bleibt. Gratis E‑Book: 7 Methoden für effektives Zeitmanagement sichern
Diese KI-Funktionen sollen die Produktivität steigern
Das erweiterte Tool bringt eine Reihe generativer KI-Fähigkeiten mit, die auf Effizienzsteigerung abzielen:
* Intelligente, personalisierte Suche: Sie beantwortet Fragen in natürlicher Sprache mit prägnanten Antworten und direkten Quellenangaben zu den ursprünglichen Slack-Nachrichten.
* Automatische Zusammenfassungen: Der KI-Assistent kann Channel-Recaps und Thread-Zusammenfassungen generieren. So können Teammitglieder schnell den Kern verpasster Diskussionen erfassen.
* Zeitersparnis: In einem internen Pilotversuch sparten Nutzer durch diese Features im Schnitt 97 Minuten pro Woche – Zeit, die sonst für die manuelle Suche und Aufbereitung von Informationen draufging. Die KI läuft auf der eigenen, sicheren Infrastruktur von Slack, sodass Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.
Strategische Aufrüstung im Kampf um den Arbeitsplatz
Die Aufrüstung des Slackbots ist Teil einer größeren Initiative, um aus der Messaging-App einen umfassenden Hub für die Koordination zwischen menschlichen und automatisierten Arbeitskräften zu machen. Sie positioniert Slack auch klarer im Wettbewerb mit großen Playern wie Microsoft Teams (mit Copilot) und Googles KI-gestütztem Workspace.
Der entscheidende Unterschied von Slack liegt in der Fähigkeit, den gewaltigen Wissensschatz zu nutzen, der sich über Jahre in den firmeninternen Konversationen, Entscheidungen und Projektverläufen auf der Plattform angesammelt hat. Während KI-Tools allgegenwärtig werden, hängt ihr Nutzen im Arbeitsumfeld von diesem Kontextbewusstsein ab. Für kleinere Unternehmen mit knappem Budget könnte jedoch die Bindung der fortschrittlichsten Features an die teureren Premium-Pläne ein Nachteil sein.
Die Vision: Slack als Betriebssystem der „agentischen“ Firma
Langfristig sieht Slack den neuen Bot als zentrale Konversationsschnittstelle für das, was das Unternehmen die „agentische Enterprise“ nennt – einen Arbeitsplatz, an dem Menschen und verschiedene spezialisierte KI-Agenten nahtlos zusammenarbeiten. Die Plattform, die bereits mit Tausenden Drittanwendungen integriert ist, soll als Orchestrator fungieren.
Die Vision: Komplexe Aufgaben – vom Verfassen von Berichten und Planen von Meetings bis zum Abrufen von Daten aus integrierter Software wie Salesforce oder Google Drive – könnten künftig durch einfache Sprachbefehle an den Slackbot erledigt werden. Slack will sich so nicht nur als Ort für Gespräche, sondern als zentrales Betriebssystem für eine automatisiertere und effizientere Zukunft der Arbeit etablieren.


