WDH/ ROUNDUP/ Gewalt an Bord: Ryanair-Chef will GetrÀnke-Limit
28.08.2024 - 14:35:34 | dpa.de(Slug geÀndert)
LONDON (dpa-AFX) - Im Kampf gegen Gewalt und Ăbergriffe an Bord von Flugzeugen fordert Ryanair-Chef Michael O'Leary ein GetrĂ€nke-Limit vor Abflug. Reisende sollten höchstens zwei Drinks am Flughafen je Board-Karte kaufen können, sagte O'Leary der britischen Zeitung "Telegraph". FĂ€lle von Gewalt hĂ€tten in diesem Sommer stark zugenommen, es komme fast wöchentlich zu Angriffen.
Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo bestĂ€tigte: "In der Tat nehmen VorfĂ€lle mit verhaltensauffĂ€lligen FluggĂ€sten mit der steigenden Anzahl durchgefĂŒhrter FlĂŒge zu." Eine Begrenzung von alkoholischen GetrĂ€nken am Flughafen sei aber keine Lösung und unverhĂ€ltnismĂ€Ăig, teilte der Ufo-Vorstandsvorsitzende Joachim VĂĄzquez BĂŒrger auf Anfrage mit. "Wer verhindert, dass sich der wartende Fluggast im Duty-Free-Shop eine Flasche Whiskey kauft und sich vor Flugantritt "volllaufen" lĂ€sst?"
O'Leary sagte: "Es ist fĂŒr Fluggesellschaften nicht so einfach, betrunkene Personen am Gate zu identifizieren, insbesondere wenn sie mit zwei oder drei anderen an Bord gehen. Solange sie stehen und sich bewegen können, kommen sie durch. Erst wenn das Flugzeug abhebt, kommt es zu Fehlverhalten." Dem widersprach der Gewerkschaftschef. "Oft ist es eine Frage von PersonalkapazitĂ€ten, wenn diese FluggĂ€ste unerkannt einsteigen", sagte BĂŒrger. "Automatisierte Boarding Gates ohne personelle Ăberwachung des Einsteigevorgangs verschĂ€rfen das Risiko."
Vor allem auf FlĂŒgen von GroĂbritannien zu Zielen, die als Party-Orte bekannt sind wie Ibiza oder einige griechische Inseln, gibt es immer wieder alkoholbedingte ZwischenfĂ€lle. Im Juli wurde ein britischer Tourist wegen eines sexuellen Ăbergriffs zu einer BewĂ€hrungsstrafe verurteilt, der auf einem Ryanair-Flug von Newcastle nach Mallorca einen Flugbegleiter begrapscht hatte.
Kombination von Alkohol mit "Tabletten und Pulver"
Ein Grund fĂŒr die Zunahme sei die Kombination von Alkohol mit "Tabletten und Pulver", sagte O'Leary mit Blick auf andere Drogen wie Kokain. Aber auch auf FlĂŒgen von Irland oder Deutschland gebe es Probleme.
Am schwierigsten seien Tage mit vielen VerspÀtungen. "Die Leute hÀngen an den FlughÀfen herum und hauen sich Alkohol rein." Besser sei es, die Wartezeit mit Kaffee oder Tee zu verbringen. "Das ist kein Alkoholiker-Ausflug." Seine Forderung habe keine Auswirkungen auf den Umsatz der Flughafen-Bars, beteuerte O'Leary. Er wolle niemandem die Drinks verbieten. "Aber wir erlauben es den Leuten nicht, betrunken Auto zu fahren, und trotzdem setzen wir sie immer wieder in Flugzeuge in 33.000 Fuà Höhe."
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