Smartphone-Sicherheit, Test

Smartphone-Sicherheit: 2D-Gesichtserkennung fällt durch

20.04.2026 - 11:22:27 | boerse-global.de

Ein aktueller Test zeigt, dass sich viele Android-Smartphones mit einem einfachen Foto entsperren lassen. Experten raten zu alternativen Schutzmethoden wie Fingerabdruck oder PIN.

Smartphone-Sicherheit: 2D-Gesichtserkennung fällt durch - Foto: über boerse-global.de

Das zeigt ein aktueller Sicherheitstest aus Großbritannien. Betroffen sind populäre Modelle wie das Samsung Galaxy S25 oder das Oppo Find X9 Pro.

2D-Gesichtserkennung ist kein Schutz

Die Untersuchung im April 2026 offenbarte ein klares Muster: 133 von 208 geprüften Android-Smartphones ließen sich mit einem 2D-Foto überlisten. Neben Samsung und Oppo waren auch Geräte von Motorola, Asus, OnePlus und Xiaomi anfällig.

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Als sicher erwiesen sich dagegen Systeme mit 3D-Erkennung. Apples Face ID sowie die Technik im Samsung Galaxy S26 und Google Pixel blieben im Test standhaft. Sicherheitsexperten raten deshalb, die 2D-Gesichtserkennung nur als Komfortfunktion zu nutzen.

Für den Schutz von Banking-Apps oder Firmendaten sollten Nutzer besser auf den Fingerabdrucksensor oder eine starke PIN setzen. Das ist besonders wichtig, da Smartphones im Unternehmensumfeld oft als Schwachstelle gelten.

Bluesnarfing: Unsichtbarer Datenklau per Bluetooth

Eine weitere Gefahr lauert in öffentlichen Räumen: Bluesnarfing. Angreifer nutzen dabei sichtbare Bluetooth-Verbindungen, um unbemerkt Kontakte, Nachrichten oder Fotos zu stehlen. Diese Daten dienen oft als Grundlage für Identitätsdiebstahl.

Der einfachste Schutz: Bluetooth-Sichtbarkeit deaktivieren und regelmäßige Software-Updates einspielen. Die Tragweite unsicherer Datenfreigaben belegt ein Bericht aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Dort enthielten 25 Prozent der öffentlich zugänglichen Dateien sensible personenbezogene Daten. Bis zu 77 Prozent der privat geteilten Dateien könnten für Unbefugte erreichbar sein. Cloud-Speicher bieten also keinen automatischen Schutz.

Experten empfehlen durchgehende Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und den Verzicht auf öffentliche Links für sensible Dokumente.

KI gegen Betrugsanrufe im Einsatz

Betrügerische Anrufe sind ein weiteres Massenphänomen. In Großbritannien gelten 29 Prozent aller Anrufe als belästigend oder betrügerisch. Vodafone UK setzt seit April 2026 dagegen auf KI.

Das System analysiert Verkehrsmuster im Netzwerk in Echtzeit und warnt Kunden vor verdächtigen Anrufen, noch bevor sie abheben. Auch Google plant für Mai 2026 eine Erweiterung des Betrugsschutzes auf Systemebene.

Ein neues Werkzeug soll eingehende Nummern mit öffentlichen Verzeichnissen abgleichen. So soll der Missbrauch von Behördennummern erkannt werden. Dass solche Maßnahmen nötig sind, zeigt ein Vorfall aus Niederösterreich von Mitte April 2026.

Ein Betrüger gab sich dort als Polizist aus und versuchte, eine 86-jährige Frau zur Abhebung von 55.000 Euro zu bewegen. Nur die Wachsamkeit des Sohnes und eines Taxiunternehmers verhinderte den Schaden.

Neue Rechte bei schlechtem Netz

Seit heute gelten in Deutschland neue Regelungen für Mobilfunknutzer. Bei dauerhaft schlechter Netzqualität können Verbraucher nun eine Preisminderung oder Sonderkündigung verlangen.

Voraussetzung ist ein rechtssicherer Nachweis über die App „Breitbandmessung Nachweisverfahren Mobilfunk“ der Bundesnetzagentur. Nutzer müssen dafür 30 Messungen an fünf unterschiedlichen Tagen durchführen.

Der Rechtsanspruch greift, wenn bestimmte Schwellenwerte der vertraglichen Maximalgeschwindigkeit unterschritten werden. Die Schwellen sind nach Besiedlungsdichte gestaffelt: von 10 Prozent in dünn besiedelten Gebieten bis zu 25 Prozent in Städten.

Wird dieser Wert an mindestens drei der fünf Messtage unterschritten, besteht ein Minderungsanspruch. Verbraucherschützer weisen jedoch auf die Komplexität des Verfahrens hin.

On-Device-KI und längere Software-Pflege

Die Hersteller reagieren auf die gestiegenen Anforderungen. Samsung plant für das kommende Betriebssystem One UI 9 und das Galaxy S26 eine stärkere Integration der Gauss AI direkt auf dem Gerät.

Das soll Leistung und Sicherheit erhöhen, da Daten für KI-Funktionen seltener das Gerät verlassen müssen. Parallel intensivieren die Hersteller die Software-Pflege.

Samsung veröffentlichte im April die voraussichtlich letzte Beta-Version von One UI 8.5 für die Galaxy S25-Serie. Sie behebt zahlreiche Fehler in Telefonie- und Kamera-Software. Der globale Rollout der stabilen Version wird für Anfang Mai erwartet.

Auch Google arbeitet an neuen Android-Funktionen, um die Sicherheit bei der Dateifreigabe zu automatisieren. Doch die Bedrohungslage bleibt dynamisch. Zur Fußball-WM 2026 rechnen Sicherheitsexperten mit einer neuen Welle von KI-gestütztem Phishing.

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