SMI, Defensive

SMI: Defensive auf der Verliererseite

19.03.2026 - 03:59:18 | boerse-global.de

Der Schweizer Aktienindex SMI fiel stĂ€rker als europĂ€ische Börsen, da defensive Branchen wie Pharma und Nahrungsmittel unter Druck gerieten. Die Erwartungen an die US-Notenbank und der Ölpreis beeinflussten die Stimmung.

SMI: Defensive auf der Verliererseite - Foto: ĂŒber boerse-global.de
SMI: Defensive auf der Verliererseite - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex hatte heute keinen leichten Stand. Nach einem freundlichen Auftakt drehte der SMI im Tagesverlauf deutlich ins Minus und verlor rund 1,55 Prozent auf 12.761 Punkte. Damit schnitt er merklich schlechter ab als viele europÀische Nachbarbörsen.

Wenn die Defensiven zur Last werden

Das AuffĂ€llige an diesem Handelstag: Ausgerechnet die schweren Anker des Index, also jene Werte, die Anleger in turbulenten Phasen sonst als Schutzschild schĂ€tzen, gerieten heute besonders unter Druck. Pharma-, Nahrungsmittel- und Telekommunikationswerte gehörten europaweit zu den Schlusslichtern. Im SMI, der durch seine Konzentration auf genau diese defensiven Schwergewichte geprĂ€gt ist, schlug das spĂŒrbar durch.

Beim SMIM, dem Index der mittelgroßen Schweizer Unternehmen, sah die Lage deutlich besser aus. Dort betrug das Minus lediglich 0,63 Prozent. Der Kontrast macht deutlich, wie sehr die heutige SchwĂ€che an den ganz großen Namen festzumachen war.

Öl und Fed als Taktgeber

Im Hintergrund wirken zwei KrĂ€fte. Zum einen der Iran-Krieg, der die Risikowahrnehmung an den MĂ€rkten seit Wochen prĂ€gt und den Ölpreis hochgehalten hat. Leichte Entspannungssignale – unter anderem eine Vereinbarung des Irak mit der TĂŒrkei zur Wiederaufnahme von Öltransporten abseits der Straße von Hormus – ließen den Ölpreis heute etwas zurĂŒckkommen. Das stĂŒtzte zyklische Sektoren in Europa, kam dem SMI aber kaum zugute.

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Zum anderen rĂŒckt die US-Notenbank in den Fokus. Die heutige Fed-Sitzung wirft ihre Schatten voraus. Entscheidend wird sein, ob die WĂ€hrungshĂŒter weiterhin eine Zinssenkung fĂŒr 2026 in Aussicht stellen oder stattdessen eine lĂ€ngere Pause signalisieren. Letzteres wĂŒrde die ohnehin nervösen RentenmĂ€rkte zusĂ€tzlich belasten – und damit das Umfeld fĂŒr defensive, zinssensitive Titel weiter eintrĂŒben.

FĂŒr den SMI war das heute eine ungĂŒnstige Kombination. Wer auf StabilitĂ€t gesetzt hatte, wurde enttĂ€uscht.

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