SMI, Nahostkonflikt

SMI: Nahostkonflikt trifft hart

02.03.2026 - 20:15:39 | boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex verliert deutlich, angetrieben durch die Eskalation im Nahen Osten. Besonders Luxus- und Bauwerte gerieten unter Druck, wÀhrend Logistik- und Gesundheitsaktien leicht zulegten.

SMI: Nahostkonflikt trifft hart - Foto: ĂŒber boerse-global.de
SMI: Nahostkonflikt trifft hart - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex SMI brach am Montag um 1,29 Prozent auf 13.834,10 Punkte ein. Zwischenzeitlich sackte der Index sogar auf 13.700,13 ZĂ€hler ab – weit entfernt vom Schlusskurs des Vortages bei 14.014,30 Punkten. Verantwortlich fĂŒr den Ausverkauf: die eskalierende Lage im Nahen Osten.

LuxusgĂŒter und Bau unter Druck

Besonders hart traf es Richemont mit einem Minus von 5,72 Prozent. Der LuxusgĂŒterkonzern leidet traditionell unter geopolitischen Spannungen, die Konsumenten verunsichern. Auch Straumann Holding verlor 3,15 Prozent, wĂ€hrend Holcim, Geberit und Alcon zwischen 2,27 und 2,6 Prozent nachgaben.

Die Verliererliste setzte sich im breiten Markt fort: Partners Group, Julius Baer, ABB, Swiss Life Holding, Swiss Re, Sika, VAT Group, Helvetia, Baloise Holding, Roche Holding und Lonza Group bĂŒĂŸten jeweils ein bis zwei Prozent ein. Die Flucht aus risikobehafteten Assets erfasste nahezu alle Sektoren.

Wenige Lichtblicke im AbwÀrtssog

Gegen den Trend stemmten sich nur wenige Titel. Kuehne + Nagel legte rund 1,5 Prozent zu, Galderma Group gewann 1,2 Prozent und Schindler Ps schlossen 0,5 Prozent höher. Die Logistik- und Gesundheitswerte profitierten offenbar von ihrer defensiven Ausrichtung.

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Einzelhandelsdaten bieten keine StĂŒtze

Unterdessen meldete das Bundesamt fĂŒr Statistik fĂŒr Januar einen Anstieg der EinzelhandelsumsĂ€tze um 1,1 Prozent gegenĂŒber dem Vormonat – der stĂ€rkste Zuwachs seit einem halben Jahr. Im Jahresvergleich allerdings fielen die UmsĂ€tze um 1,1 Prozent, wĂ€hrend Analysten ein Plus von 2,7 Prozent erwartet hatten. Online-VerkĂ€ufe brachen sogar um 15,3 Prozent ein. Die gemischten Signale aus dem Binnenmarkt konnten die geopolitischen Sorgen nicht ĂŒberdecken.

Die Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran dĂŒrfte die MĂ€rkte in den kommenden Wochen weiter in Atem halten. US-PrĂ€sident Donald Trump deutete an, dass der Konflikt noch vier Wochen andauern könnte – mit unabsehbaren Folgen fĂŒr die Ölversorgung und die globalen FinanzmĂ€rkte.

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