Smurfit, Westrock

Smurfit Westrock: 1,3 Milliarden für Nachhaltigkeitsziele

12.05.2026 - 14:13:27 | boerse-global.de

Der fusionierte Verpackungskonzern präsentiert seine Umweltstrategie mit klaren Emissions- und Ressourcenzielen bis 2030.

Smurfit Westrock: 1,3 Milliarden für Nachhaltigkeitsziele - Foto: über boerse-global.de
Smurfit Westrock: 1,3 Milliarden für Nachhaltigkeitsziele - Foto: über boerse-global.de

Rund ein Jahr nach der Fusion von Smurfit Kappa und WestRock zieht der neue Verpackungskonzern Bilanz. Der erste gemeinsame Nachhaltigkeitsbericht zeigt die schiere Größe des fusionierten Unternehmens – und seine ehrgeizigen Umweltziele bis 2030.

Nachhaltigkeitsziele mit Milliardenrückhalt

Das kombinierte Unternehmen operiert in 40 Ländern, betreibt 57 Papiermühlen und 450 Produktionsstätten. Die Jahreskapazität liegt bei rund 23 Millionen Tonnen Papier, wobei 13,1 Millionen Tonnen recycelte Fasern zum Einsatz kommen. Hinzu kommen 308.000 Acres Waldland mit FSC- und PEFC-Zertifizierung.

Bis 2030 will Smurfit Westrock die Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 28 Prozent senken – bezogen auf das Basisjahr 2019. Parallel dazu sind 22 Prozent weniger Wasserverbrauch und 24 Prozent weniger Deponieabfälle geplant. Finanziert werden die Vorhaben unter anderem durch grüne Anleihen im Volumen von über 1,3 Milliarden US-Dollar.

Ein konkretes Beispiel: In der Mühle im New Yorker Solvay investierte das Unternehmen 30 Millionen US-Dollar in eine Biogas-Integration. Die Anlage soll jährlich 5.000 Tonnen CO?-Äquivalente einsparen.

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Operative Anpassungen: Superplant und Standortprüfung

Der Konzern setzt verstärkt auf Effizienz. In Pleasant Prairie, Wisconsin, nahm 2024 eine sogenannte Superplant den Betrieb auf – eine hochmoderne Großanlage in einer Nachfrageregion. Sie ermöglichte die Schließung eines älteren Werks in North Chicago.

Andernorts gibt es Gegenwind. In Abercarn, Wales, läuft ein Konsultationsverfahren zur möglichen Schließung der Fabrik. Rund 70 Arbeitsplätze wären betroffen. Das Management begründet den Schritt mit dem Ziel einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Produktionsstruktur.

Wettbewerb und Marktumfeld

Die Verpackungsbranche steht unter Druck: Steigende Energie-, Logistik- und Faserpreise haben zuletzt die Preise für Kraftliner und Wellpappenrohpapier in Europa nach oben getrieben. Hinzu kommen verschärfte Regulierungen und der Trend zu kreislauffähigen Materialien.

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Smurfit Westrock positioniert sich mit integrierten Recyclingkreisläufen und großer Fertigungstiefe. Die Branche konsolidiert sich weiter, wie die jüngsten Entwicklungen auf der interpack 2026 zeigten: Biobasierte Beschichtungen und faserbasierte Alternativen gewinnen an Bedeutung. Der neue Konzern dürfte in diesem Umfeld seine Skalenvorteile ausspielen – vorausgesetzt, die Nachfrage nach papierbasierter Verpackung bleibt stabil.

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