Snap, Aktie

Snap Aktie: Unter Druck

27.03.2026 - 00:45:08 | boerse-global.de

Die EU-Kommission leitet ein förmliches Verfahren gegen Snapchat ein, da die Plattform Minderjährige unzureichend schützt. Der Aktienkurs fällt daraufhin um mehr als acht Prozent.

Snap Aktie: Unter Druck - Foto: über boerse-global.de
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Die EU-Kommission hat heute ein förmliches Verfahren gegen Snapchat eingeleitet. Der Vorwurf: Die Plattform schützt Minderjährige nicht ausreichend vor Grooming, krimineller Rekrutierung und dem Zugang zu illegalen Inhalten. An der Börse reagieren Anleger prompt — der Kurs sackt um mehr als acht Prozent auf rund 4,11 Dollar ab.

Konkret bemängeln die Brüsseler Behörden, dass Snapchat beim Mindestalter von 13 Jahren allein auf die Selbstauskunft der Nutzer setzt. Eine Überprüfung findet nicht statt — Kinder können schlicht ein falsches Geburtsdatum eingeben. Problematisch aus Sicht der Kommission sind zudem die Standardeinstellungen: Jugendliche werden automatisch anderen Nutzern empfohlen, Push-Benachrichtigungen bleiben aktiviert. Beides erhöhe das Risiko unerwünschter Kontakte.

Fünf Untersuchungsbereiche, ein roter Faden

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf fünf Punkte: Altersverifikation, Kontoeinstellungen, Inhaltsmoderation, Meldemechanismen für illegale Inhalte und die Gefahr durch Erwachsene, die sich als Gleichaltrige ausgeben. Besonders dieser letzte Punkt hat es in sich — als vermeintliche Peers könnten Erwachsene das Vertrauen junger Nutzer gezielt ausnutzen, um etwa an sexuelles Bildmaterial zu gelangen.

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Snapchat betont seine langjährige Kooperation mit der Kommission und verweist auf kontinuierliche Investitionen in Schutzmaßnahmen. Konkrete Änderungen an den Kernmechanismen hat das Unternehmen bislang nicht angekündigt.

Kein Einzelfall — aber Snap trifft es besonders hart

Das Verfahren gegen Snapchat steht nicht isoliert. Parallel hat die EU-Kommission vier Pornoplattformen — Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos — vorläufig für DSA-verstöße gerügt. Auch gegen TikTok und die Meta-Dienste Facebook und Instagram laufen bereits Verfahren. Bei einem rechtskräftigen Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes.

Für Snap ist die Ausgangslage dabei besonders heikel: Der Aktienkurs war schon vor der heutigen Meldung unter Druck. Ein Kursniveau von gut vier Dollar lässt wenig Spielraum für weitere regulatorische Belastungen. Erschwerend kommt hinzu, dass parallel in den USA ein Grundsatzurteil gegen Meta und YouTube gefällt wurde — Geschworene in Los Angeles sahen fahrlässiges Handeln als erwiesen an und sprachen einer Klägerin insgesamt sechs Millionen Dollar zu. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte eine Klagewelle gegen die gesamte Branche ins Rollen bringen.

Solange die EU-Kommission keine einvernehmliche Lösung mit Snap findet, bleibt das Bußgeldrisiko real — und die Bären dürften das im Blick behalten.

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