Söder, BĂŒrgergeld-KĂŒrzung

Söder fordert BĂŒrgergeld-KĂŒrzung

Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 06:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

CSU-Chef Markus Söder fordert eine KĂŒrzung der RegelsĂ€tze beim BĂŒrgergeld.

"Es muss bis auf das absolut verfassungsrechtliche Minimum reduziert werden", sagte Söder, der auch bayerischer MinisterprĂ€sident ist, der "Bild am Sonntag". Die generellen RegelsĂ€tze mĂŒssten verringert werden. "Wenn Sie mal zusammennehmen, was jemand mit Kindern, mit Zuschuss, mit Wohnungen und RegelsĂ€tzen bekommen kann, dann ist das nach wie vor ein sehr, sehr hoher Beitrag, der auf wenig VerstĂ€ndnis in der Bevölkerung stĂ¶ĂŸt."

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich Mitte der Woche Ă€hnlich geĂ€ußert. "Das BĂŒrgergeld mit knapp 50 Milliarden Euro pro Jahr kann einen entscheidenden Beitrag zur Konsolidierung leisten", sagte Dobrindt dem "Focus". "Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass hier deutlich mehr Einsparungen möglich sind als bisher geplant." UnterstĂŒtzung im Grundsatz kam von der CSU im Bundestag - scharfer Widerspruch dagegen vom Koalitionspartner SPD und aus der Opposition.

"Ukrainer nicht mehr aus dem BĂŒrgergeld mitfinanzieren"

Söder sagte weiter: "Es kann nicht sein, dass nach einer Reform die gleichen BetrĂ€ge von 50 Milliarden stehen." Es mĂŒsse jetzt ein Rechtskreiswechsel organisiert werden, damit Ukrainer nicht mehr aus dem BĂŒrgergeld und ĂŒber das BĂŒrgergeld mitfinanziert wĂŒrden. Zudem verlangte er ein Gesetz, um die Bezahlkarte fĂŒr Asylbewerber bundesweit durchzusetzen: "Bei der Migration mĂŒssen RĂŒckfĂŒhrung und die freiwillige Ausreise erhöht werden, um die Kosten massiv zu senken. Das kann besonders ĂŒber die Bezahlkarte gehen."

Das BĂŒrgergeld hat ab 2023 das umstrittene "Hartz IV"-System abgelöst, das auf der Reformagenda des frĂŒheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder beruht hatte. Es wurde aber bald vor allem von der Union kritisiert. Es galt ihr als zu großzĂŒgig und ungerecht gegenĂŒber den Steuern und Abgaben zahlenden BeschĂ€ftigten. Alleinstehende erhalten derzeit 563 Euro BĂŒrgergeld im Monat.

FĂŒr die rund 5,5 Millionen BĂŒrgergeld-Bezieher gelten ab dem 1. Juli schĂ€rfere Regeln bis hin zu möglichen Total-Sanktionen. Neu ist auch der Name Grundsicherungsgeld. Die Höhe der Sozialleistung Ă€ndert sich nicht.

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