SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: Analysten uneins

26.03.2026 - 08:33:59 | boerse-global.de

SoftBanks Aktie reagiert auf widersprüchliche Analystenbewertungen. Während eine Bank die OpenAI-Investition als Risiko sieht, lobt eine andere das KI-Portfolio. Die jüngsten Quartalszahlen waren solide.

SoftBank Aktie: Analysten uneins - Foto: über boerse-global.de
SoftBank Aktie: Analysten uneins - Foto: über boerse-global.de

Innerhalb weniger Wochen haben zwei Investmentbanken SoftBank in entgegengesetzte Richtungen bewertet — und der Markt reagierte am Mittwoch mit einem Kurssprung von über 12 % auf die widersprüchlichen Signale. Selten wird das Spannungsfeld rund um eine Aktie so deutlich sichtbar.

Cantor gegen Jefferies

Cantor Fitzgerald eröffnete am 9. März die Coverage mit einem „Overweight"-Rating und einem Kursziel von 6.100 Yen. Die Analysten lobten SoftBanks Führungsrolle bei Halbleiter-IP sowie das diversifizierte Portfolio.

Jefferies sah das kurz darauf völlig anders. Die Bank stufte SoftBank auf „Underperform" herab und senkte das Kursziel drastisch von 5.118 auf 3.140 Yen. Begründung: Die wachsenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber OpenAI gefährden die Bewertungsintegrität und erzeugen strukturelle Risiken durch die konzentrierte Investitionsexposition.

Konkret hat SoftBank rund 85 % des in jüngsten OpenAI-Finanzierungsrunden eingesammelten Kapitals bereitgestellt — was laut Jefferies die Bewertungssteigerungen von 150 Milliarden auf zuletzt 840 Milliarden US-Dollar mitgetrieben hat und gleichzeitig SoftBanks eigenen Nettoinventarwert aufgebläht hat.

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Die 30-Milliarden-Dollar-Wette auf OpenAI

Am 27. Februar 2026 schloss SoftBank eine verbindliche Vereinbarung, sich mit weiteren 30 Milliarden US-Dollar über den SoftBank Vision Fund 2 an einer OpenAI-Finanzierungsrunde zu beteiligen. Nach Abschluss dieser Investition würde SoftBanks kumuliertes Engagement bei OpenAI auf 64,6 Milliarden US-Dollar steigen — bei einer Beteiligungsquote von rund 13 %.

Die Finanzierung soll zunächst über Brückenkredite und andere Fremdfinanzierungen erfolgen, die später durch bestehende Vermögenswerte abgelöst werden. S&P Global Ratings reagierte im März 2026 mit einer Revision des Ausblicks auf „negativ" — mit Verweis auf genau diese Verpflichtung und den möglichen Druck auf die finanzielle Flexibilität.

Jefferies räumte ein, seine Einschätzung zu überdenken, falls OpenAI an die Börse geht und dabei eine Bewertung oberhalb der jüngsten privaten Finanzierungsrunden erzielt — oder falls andere Investoren substanziell in OpenAI einsteigen und SoftBanks Alleinstellungsrolle als Hauptgeldgeber abnimmt.

Solide Zahlen als Rückenwind

Das Quartalsergebnis vom 12. Februar lieferte den Bullen zumindest kurzfristig Argumente. SoftBank erzielte einen Gewinn je Aktie von 0,14 US-Dollar und übertraf damit die Konsenserwartung von 0,10 US-Dollar. Der Umsatz lag mit 12,90 Milliarden US-Dollar ebenfalls über den prognostizierten 12,44 Milliarden. Die Nettomarge betrug 48,62 %, die Eigenkapitalrendite 23,66 %.

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Abseits von OpenAI treibt SoftBank auch den Aufbau physischer KI-Infrastruktur voran: Auf einem ehemaligen Urananreicherungsgelände des US-Energieministeriums in Ohio plant das Unternehmen ein Rechenzentrum mit einer Leistungsaufnahme von 10 Gigawatt, betrieben durch Erdgas-Kraftwerke im Wert von rund 33 Milliarden US-Dollar. Am 20. März 2026 gaben SoftBank und das US-Energieministerium die Neuentwicklung des Standorts offiziell bekannt.

Der Kurssprung vom Mittwoch zeigt, wie stark die Aktie zwischen zwei Narrativen pendelt: ein profitables Unternehmen mit KI-Ambitionen auf der einen Seite — und ein zunehmend fremdfinanziertes Konstrukt, dessen Bewertung stark am Schicksal eines einzigen, noch nicht börsennotierten Unternehmens hängt.

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