Solarförderung, Bauherren

Solarförderung sinkt ab Februar – Bauherren unter Zeitdruck

28.01.2026 - 18:13:12

Ab Februar 2026 sinken die EEG-Vergütungssätze für neue Photovoltaikanlagen. Bauherren müssen sich beeilen, um die aktuellen Tarife zu sichern, während der Eigenverbrauch an Bedeutung gewinnt.

Ab 1. Februar 2026 sinkt die Einspeisevergütung für neuen Solarstrom. Für private Bauherren und Hausbesitzer beginnt damit das alljährliche Wettrennen gegen die Uhr. Wer seine Photovoltaik-Anlage noch vor dem Stichtag in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuell höheren Fördersätze für 20 Jahre. Wer zu spät kommt, muss mit geringeren Einnahmen rechnen.

Was die Degression für Ihr Haus bedeutet

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht halbjährliche Absenkungen vor. Diese Degression soll den sinkenden Modulkosten Rechnung tragen. Ab Februar gelten für neue Anlagen folgende Sätze:

  • Bis 10 kWp: 7,78 Cent/kWh bei Teileinspeisung (vorher 7,86 Cent).
  • Volleinspeisung: 12,35 Cent/kWh (vorher 12,47 Cent).
  • 10 bis 40 kWp: 6,73 Cent/kWh für Überschussstrom.
  • 40 bis 100 kWp: 5,50 Cent/kWh.

Die nächste Kürzung um ein weiteres Prozent ist bereits für den 1. August 2026 geplant. Der Countdown läuft also doppelt.

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Der Neubau-Stress: Planen, bevor der Bagger kommt

Die engen Fristen stellen Bauherren vor logistische Herausforderungen. Lieferengpässe oder ausgelastete Handwerker können das Projekt leicht verzögern – und damit Tausende Euro Fördergeld kosten.

Verbraucherzentralen raten deshalb zur frühzeitigen Integration der Solarplanung. Dazu gehören:

  • Statische Prüfung des Dachs
  • Optimale Ausrichtung der Module
  • Frühzeitige Beauftragung eines Fachbetriebs

Experten empfehlen großzügige Pufferzeiten. Zudem lohnt es sich, bei der Bauplanung gleich Leerrohre für später nachrüstbare Batteriespeicher oder Wallboxen mit einzuplanen.

Warum sich Solar trotzdem mehr lohnt denn je

Die sinkende Vergütung macht den Eigenverbrauch zum Rendite-Treiber. Während die Einspeisung nur rund 8 Cent bringt, kostet Haushaltsstrom oft über 30 Cent pro Kilowattstunde. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart also bares Geld.

Die Wirtschaftlichkeitsrechnung hat sich gedreht: Die Kombination aus Photovoltaik, Speicher und intelligentem Energiemanagement maximiert die Unabhängigkeit von steigenden Netzstrompreisen. Die Anlage rentiert sich heute vor allem durch die direkte Nutzung des eigenen Stroms.

Wohin steuert die Solarpolitik?

Die Degression ist Teil einer langfristigen Strategie. In der Bundesregierung wird bereits über die Zeit nach der festen Einspeisevergütung diskutiert. Mögliche Alternativen sind marktwirtschaftlichere Modelle.

Die Branche warnt jedoch vor zu abrupten Veränderungen. Eine verlässliche Förderung bleibe nötig, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Für Bauherren heißt das: Die kommenden Fristen im Blick behalten und nicht auf die lange Bank schieben. Die nächste Chance auf höhere Sätze gibt es erst wieder im August – dann aber erneut um ein Prozent geringer.

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